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Arbeitseinsatz in Klein Partwitz

Am Freitagabend trafen sich viele Helfer in Klein Partwitz, um eine Freifläche zur Grünschnitt- Annahmestelle umzugestalten.

Über dreißig Helfer waren zu Beginn des Arbeitseinsatzes bereits fleißig am Werkeln, damit die neue Grünschnitt–Annahmestelle bald genutzt werden kann.
Über dreißig Helfer waren zu Beginn des Arbeitseinsatzes bereits fleißig am Werkeln, damit die neue Grünschnitt–Annahmestelle bald genutzt werden kann. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Klein Partwitz. Über dreißig Dorfbewohner nutzten ihren freien Freitagabend, um sich auf dem Areal direkt am Sendemast zu treffen: Auf der etwa 900 Quadratmeter großen Freifläche soll eine neue Grünschnitt-Annahmestelle entstehen. „Wir mussten wegen umweltrechtlicher Auflagen die alte Deponie leider schließen. Ein Container wurde als Übergangslösung genutzt. Das war aber auf Dauer einfach zu teuer für uns. Deshalb wollen wir die neue Annahmestelle entstehen lassen“, erklärt Norbert Vogt, Vorsitzender des Partwitzer Förderkreises, der sich die Grünschnitt-Annahmestelle auf die Fahnen geschrieben hat.

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Unter den Helfern waren am Freitagabend auch Danilo Krüger und sein Sohn Jakob. Der 14-jährige Schüler hätte seinen Ferientag auch anders verbringen können; Chillen oder Freunde treffen. Aber: „Ich helfe gerne mit. Ist doch klar.“ Sein Vater findet es sehr gut, dass es bald wieder eine Annahmestelle geben wird. „Ansonsten müssten wir ja alle weit fahren, um unseren Grünschnitt abgeben zu können. Da ist es doch direkt im Dorf sehr viel besser und kostengünstiger. Und somit wird für das Wohl des Ortes etwas getan.“

So wurde am Freitag Rasen gemäht und Holzpfähle in den Boden gerammt, um das Areal, das von der Gemeinde Elsterheide zur Verfügung gestellt und vom Förderkreis Partwitz gepachtet wird, einzäunen zu können. Später sollen eine feste Bodenplatte als Liegefläche, Abfüllbehälter sowie Ein- und Ausfahrten mit Torbereichen für Fahrzeuge entstehen. Nach Fertigstellung soll es jeden Sonnabend feste Öffnungszeiten und Dienstpläne geben, damit stets ein Partwitzer die Kontrolle hat und gewährleistet ist, dass die Fläche sich nicht zu einer wilden Deponie verwandelt, auf der auch anderes abgeladen wird.

Die Annahmestelle soll nach bisheriger Planung etwa 7 000 Euro kosten. Diese Summe könne nach realistischer Kalkulation durch die bereits bekannten freiwilligen Abgaben der Nutzer bei der Grünschnittannahme sowie durch weitere Klein- und Großspenden getragen werden, erklärte Norbert Vogt. Jeder Spender erhält damit automatisch die „Patenschaft“ für eine der die Annahmefläche begrenzenden Betonplatten, die bei der Eröffnung mit Namensschildern versehen werden sollen.

Der auf der Annahmestelle entstehende Kompost soll im Dorf selbst genutzt werden – und auch im noch entstehen sollenden Partwitzer Seenpark, den sich der Förderkreis und die Dorfbewohner wünschen.

Die Grünschnitt-Annahmestelle ist ein weiterer Meilenstein bei der Realisierung dieser Zukunftsvision, die mit dem Dorfstrand und der begonnenen Wiederbelebung des alten Konsumgebäudes als „DDR-Museum“ erste Konturen angenommen hat. Geplant sind mit Unterstützung der Gemeinde ferner ein Bienen-Lehrpfad, eine Fischzucht und Bootshäuser.

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