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Arbeitslose in der Wintersaison

Im Januar waren mehr Menschen ohne Job. Vor allem auf dem Bau gab es Entlassungen.

© dpa

Von Irmela Hennig

Nicht schön, aber auch nicht besorgniserregend – so etwa lautet das Fazit der Bautzener Arbeitsagentur beim Blick auf die aktuellen Zahlen vom Arbeitsmarkt. Der zeigt: Im Januar 2015 gab es mehr Erwerbslose als im Dezember. Ein Plus von 3 419 weist die Statistik aus. Das ist ein Zuwachs von 11,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Insgesamt waren 32 353 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet.

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Vergleicht man die Daten mit denen vom Januar 2014, ist der Trend ein anderer. Denn demgegenüber sank die Zahl der Erwerbslosen Anfang dieses Jahres um 2 264 oder in Prozent ausgedrückt, um 6,5. Grundsätzlich geht die Arbeitslosigkeit also zurück, bilanzierte Agenturleiter Thomas Berndt. Davon profitieren auch junge Menschen – verglichen mit dem Januar 2014 ging die Arbeitslosigkeit in dem Bereich um 15 Prozent zurück.

Aktuell müssen vor allem Bauarbeiter zu Hause bleiben. 645 von ihnen meldeten sich bei der Agentur. 399 Fahrzeug- und Transportgeräteführer wurden arbeitslos, genauso wie 287 Arbeitnehmer aus dem Bereich Innenausbau. Thomas Berndt geht davon aus, dass es wohl mehr Entlassungen geben würde, wenn der Winter härter wäre. Wie viele Oberlausitzer saisonbedingt in Kurzarbeit sind, könne man noch nicht sagen. Es gebe allerdings rund 500 Anträge dafür. Im Januar 2014 waren es mit circa 1 200 Anträgen aber noch deutlich mehr. Indes fanden im Januar auch 910 Menschen eine neue Arbeit – meistens im Bürobereich und im Verkauf.

Im Raum Kamenz waren 2 425 Menschen erwerbslos gemeldet. Hier lag die Quote bei 6,6 Prozent. Im Raum Hoyerswerda waren im Januar 4 045 Menschen ohne Job. Die Quote lag bei zwölf Prozent.

Thomas Berndt gab gestern zudem bekannt, dass die Agentur dieses Jahr eine Million Euro ausgeben wird, um Menschen mit Handicap in Arbeit zu bringen. Immerhin sind 5,1 Prozent der Erwerbslosen in der Oberlausitz von einer Behinderung betroffen. Knapp 500 Betroffene betreut die Agentur. Die Jobcenter in den Kreisen Bautzen und Görlitz kümmern sich um knapp 1170 Menschen. Das Geld soll unter anderem dazu dienen, Arbeitsplätze behindertengerecht umzubauen.