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Arbeitsstunden für Graffitisprüher

Das Landgericht Görlitz verwarnt drei junge Leute, die mit Stift und Sprühdose Sachschäden anrichteten.

Von Jens-Rüdiger Schubert

Vor dem Landgericht legte die Staatsanwaltschaft Görlitz drei jungen Leuten Sachbeschädigungen zur Last. Den Ermittlungen nach sollen die aus dem Görlitzer Umland stammenden Silvio Lohmann (20) * und Tom Lauter (18) im Herbst 2012 am Fahrradpavillon des Gymnasiums Niesky Graffiti gesprüht haben. Dabei wurde ein Sachschaden von etwa 750 Euro verursacht. Der mitangeklagte Paul Gerber (26) soll an einem privaten Wohnhaus eine Wand mit einem schwarzen Eddingstift bemalt haben, was als Sachschaden sogar rund 2 000 Euro teuer wurde.

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Zum Prozess erschien nur Tom Lauter. Der Richter erließ zunächst gegen Paul Gerber einen Strafbefehl von 500 Euro und wollte dann das Verfahren gegen Silvio Lohmann abtrennen, als dieser doch noch erschien. Im Gegensatz zu den anderen beiden ist Lohmann bereits gerichtsbekannt und wegen Diebstahls, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Leistungserschleichung vorbestraft. In der jetzigen Verhandlung waren er und Tom Lauter geständig, hatten auch schon begonnen, die Schäden wieder gutzumachen. Deshalb beließ es der Richter bei Lauter bei einer Verwarnung. Trotz der Vorstrafen Lohmanns vertrat die Jugendgerichtshilfe die Auffassung, dass dieser jetzt sein Leben in den Griff bekomme und seit fast einem Jahr nicht mehr auffällig war. Sie schlug vor, Silvio Lohmann zu verwarnen und eine Arbeitsauflage auszusprechen. Der Richter folgte diesem erzieherischen Ansatz und verurteilte Lohmann, indem er ihn verwarnte und 160 Arbeitsstunden aufbrummte. Die Urteile sind rechtskräftig.

* Alle Namen von der Redaktion geändert.