merken
PLUS Pirna

Hier wachsen die "Bäume des Jahres"

Der Heimatverein Gohrisch hat ein Arboretum angelegt. Jetzt geht es darum, die jungen Bäume zu schützen - vor hungrigem Wild.

Ginko gut geschützt: Forstwirt-Lehrling Klara Meyer im Arboretum in Gohrisch.
Ginko gut geschützt: Forstwirt-Lehrling Klara Meyer im Arboretum in Gohrisch. © Steffen Unger

In Gohrisch wächst derzeit ein ganz besonderes Projekt heran. Auf einer Wiese am Folgen-Rundweg hinter dem Campingplatz stehen 33 Bäume der vergangenen Jahre. "Arboretum" heißt diese Sammlung, die der Heimatverein Gohrisch initiiert hat. Zu sehen ist hier nicht nur die Robinie als aktueller "Baum des Jahres 2020", sondern auch eine Stieleiche, Schwarzerle, ein Speierling oder Ginkgo.

Damit die neu gepflanzten Bäume in den kommenden Jahrzehnten zu stattlichen Exemplaren heranwachsen können, macht der Heimatverein Gohrisch mit dem Forstbezirk Neustadt gemeinsame Sache. Mehrere Forstwirt-Lehrlinge bauen seit dieser Woche einen rund 1,60 Meter hohen Zaun um die etwa 4.000 Quadratmeter große Fläche auf. Das Drahtgeflecht soll verhindern, dass Rehwild an den frisch gepflanzten Bäume die Knospen abbeißt und Wildschweine die neu angelegte Blühwiese durchpflügen. 

Anzeige
Jetzt ein neues Lebensgefühl entdecken
Jetzt ein neues Lebensgefühl entdecken

schaffer-mobil feiert 30. Jubiläum. Es warten Workshops, Top-Neuheiten und jede Menge Angebote. Vor allem Gebrauchte werden zum Schnäppchen.

„Die Unterstützung des Forstbezirkes ist eine tolle Sache“, sagt Jürgen Schmieder, Mitstreiter und Initiator der Baumsammlung beim Heimatverein Gohrisch. Aus eigener Kraft hätte das der Verein nicht bewältigen könne. Die Gohrischer haben die Bäume nicht nur gepflanzt, sondern sich auch darum gekümmert, dass sie regelmäßig gegossen werden. Zudem wickelten die Vereinsmitglieder einzelne Drahthüllen um die Bäume, um sie vor Wildverbiss zu schützen. Schön sehen die Drähte jedoch nicht aus. Deshalb entschied man sich für einen Wildschutzzaun, der Tiere von der gesamten Anlage fernhalten soll.

Zu dem Arboretum gehören ein Rundweg sowie eine Blühwiese für Insekten. Der kleine Park ist frei zugänglich. Der Gohrischer Heimatverein will in Zusammenarbeit mit dem Forstbezirk Neustadt Besucher für Wald und Natur sensibilisieren. Weitere Aktionen sind bereits geplant. Jeder Baum soll mit Informationen zur Art beschildert werden. Auch eine große Informationstafel wird noch aufgestellt. „Wir freuen uns über das Engagement der Gohrischer“, sagt Jens Lippmann, Revierförster von Königstein, zu dem die Fläche an den Folgen gehört. "Das unterstützen wir durch so eine Aktion wie jetzt mit unseren Auszubildenden gerne.“ 

Mehr Nachrichten aus Pirna lesen Sie hier. 

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen. 

Mehr zum Thema Pirna