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Architekt möchte im Sommer mit Umbau des Bahnhofs beginnen

In den nächsten Tagen soll der Notarvertrag unterschrieben werden. Anschließend muss die Bahn eine Fläche freigeben.

Seitdem die Anwohner in Radebeul-West davon gehört haben, dass der Bahnhof West, der jetzt wieder Kötzschenbroda heißt, saniert werden soll, hofft jeder, das geschieht bald. Für 225 000 Euro haben die Stadt zu zwei Dritteln und der Radebeuler Architekt Thomas Scharrer zu einem Drittel die Immobilie im jetzigen Zustand gekauft. Perfekt gemacht werden soll der Erwerb in den nächsten Tagen vor Weihnachten mit den Unterschriften beim Notar, sagt OB Bert Wendsche (parteilos).

Zu Jahresbeginn hatte Scharrer, den die Stadt auch mit der Planung beauftragen will, noch die Hoffnung, Ende 2013 mit den Arbeiten beginnen zu können. Es habe allerdings mehrere Anläufe gebraucht, den Notarvertrag mit der Bahn unterschriftsreif zu bekommen. Die Hürden waren: Im Gebäude befindet sich noch eine Wohnung. Die Taxizentrale musste umziehen. Was jetzt vonstatten gehen soll. Die Zentrale wird ihr neues Quartier im Bahnhof Ost bekommen. Und: Ein Stück des Grundstücks an der Nordseite des Gebäudes muss noch von einer Bahnfläche zu einer auch privat nutzbaren Fläche umgewidmet werden, sagt Scharrer. Wenn das als letzter Schritt geschehen und die Tinte unter dem Vertrag getrocknet ist, dann könnte mit den Bauvorbereitungen begonnen werden. Scharrer hofft im Sommer 2014.

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Dazu gehört das Entrümpeln im Bahnhof. Ein Holzschutzgutachten müsse erstellt und die Decken untersucht werden. Die Pläne dafür wären bereits in den Schubladen. „Wir wissen schon konkret, was wir wollen“, sagt Scharrer, der für sein Büro dringend mehr Fläche braucht.

Die Stadt wiederum hat es nicht so eilig. Ihr fehlt das Geld, um dort schnell investieren zu können. Zuletzt hieß es, dass allein für den Stadtanteil am Bahnhofsumbau etwa 800 000 Euro nötig wären.

Bevor das Geld angefasst wird, wollen sich Stadtverwaltung und Stadträte darüber einig werden, was künftig im Bahnhof angesiedelt werden sollte. Erste Vorschläge dazu benannte die Stadtbibliothek in West, die vom Ledenweg dorthin umziehen könnte. Auch von der Stadtgalerie und anderen Kultureinrichtungen war schon im Stadtrat die Rede. Vor dem Bahnhof ist geplant, einen Marktplatz für Kötzschenbroda anzulegen.

Doch jetzt muss der Bahnhof erst einmal wirklich gekauft werden. Das Geld will die Stadt durch den Verkauf eines Baugrundstücks an der Wettinstraße 17 in Radebeul-Ost auftreiben. 950 Quadratmeter ist diese Fläche zwischen Augustusweg und Waldstraße groß. Die Quadratmeterpreise liegen dort weit oberhalb von 200 Euro.

Peter Redlich