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Arnsdorfs ungewöhnlichster Baum

In der Wohnstätte „Haus Birke“ auf dem Gelände des Arnsdorfer Krankenhauses sind ganz besondere Kunstwerke zu finden.

© privat

Von Sylvia Gebauer

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Arnsdorf. Es dürfte der wohl ungewöhnlichste Baum sein, den Arnsdorf derzeit zu bieten hat. Eine Birke. Aber nicht irgendeine Birke, sondern eine, die bei immerhin 1 200 Grad Celsius „gewachsen“ ist. Im Schmiedefeuer von Detlef Wächtler nämlich. Der hatte sich mit seiner Feldschmiede auf den Weg nach Arnsdorf gemacht. Ins Haus Birke nämlich – der Wohnstätte für junge, psychisch kranke Erwachsene auf dem Gelände des Arnsdorfer Krankenhauses. Einmal im Jahr gibt’s hier auf Initiative von Kunsttherapeutin Jana Droste eine besondere Kunstaktion – eine, an der sich alle Bewohner gemeinsam beteiligen. Jeder, so wie er kann. Vor zwei Jahren beispielsweise schufen die Bewohner der Einrichtung aus Anlass des 100. Krankenhaus-Jubiläums Einhundert hölzerne Engel, die dann im Krankenhaus-Areal, unweit des Gartens der Sinne aufgestellt worden waren. Und diesmal nun wurde passend zum Namen eine schmiedeeiserne Birke gefertigt.

Verkleidet wurde die geschmiedete Birke anschließend mit passender Keramik. Töpfer Rainer Hartmann hatte gezeigt, wie man an einer klassischen fußbetriebenen Töpferscheibe aus kühlem Ton eigene Gefäße drehen kann. Übrigens mit nachhaltigem Erfolg. „Das Arbeiten mit Ton ist im Haus Birke seitdem zu einer sehr beliebten Freizeitbeschäftigung geworden und hatte gerade vor Weihnachten Hochkonjunktur“, erzählt Kunsttherapeutin Jana Droste.

Nächste Aktion schon im Blick

Die Birke ist mittlerweile fertig, im Aufenthaltsbereich hat sie nun ihren Platz gefunden. Und Jana Droste denkt schon an die nächste gemeinsame Kunst-Aktion. Und verrät schon mal das Motto: „Unser Haus, mein Zuhause“, wird es lauten. „Gemeinsam mit einem Holzgestalter werden wir uns da etwas einfallen lassen“, sagt Jana Droste. Für die Bewohner vom Haus Birke wird es dann eine Woche rausgehen, fügt sie an.