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Arzt-Sprechstunde bald im Schloss

Die jetzige Praxis an der ehemaligen Schule müsste dringend renoviert werden. Doch das ist nicht das einzige Problem.

Von Madeleine Siegl-Mickisch

Die Purschwitzer sind froh, dass sie an zwei Tagen in der Woche einen Arzt im Dorf haben – und das soll auch so bleiben. So hat der Gemeinderat jetzt zugestimmt, dass die Gemeinde im Schloss Räume für eine Praxis einrichtet. Für rund 26 000 Euro wird die Baugesellschaft Niederkaina in den nächsten Wochen einen Teil des Erdgeschosses umbauen und Arzt- und Schwesternzimmer sowie Wartezone einrichten. „Wir lassen auch den Eingang umgestalten und ordentliche Toiletten einbauen“, sagt Bürgermeister Olaf Reichert (parteilos).

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Bisher hält Dr. Wolfgang Sickert aus Malschwitz seine Sprechstunden in Purschwitz in einem Anbau an der ehemaligen Schule. Doch die Räume dort, sagt Reichert, sind nicht mehr zeitgemäß. Lange wurde daran nichts gemacht. Das hat auch einen Grund, denn noch ist unklar, wie es überhaupt mit der seit 1999 geschlossenen Schule weitergeht. Das Grundstück gehört nämlich der Kirche, das Gebäude aber der Gemeinde. Beides müsste laut Einigungsvertrag zusammengeführt werden. Aber eigentlich haben derzeit weder Kirche noch Gemeinde eine Verwendung für das Haus. „Wir haben selbst genügend Räume“, sagt Pfarrer Andreas Sureck. Er vermutet daher, dass es noch längere Zeit dauern wird, bis eine Lösung gefunden wird.

Die Gemeinde will derweil auf Nummer sicher gehen und die Arztpraxis lieber in einem Objekt einrichten, bei dem es keine ungeklärten Eigentumsfragen gibt. Zumal im Schloss, das der Gemeinde gehört, Räume leer stehen. Denn der Bildungsträger Donner & Partner nutzt inzwischen nur noch einen Teil des Obergeschosses. Voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2014 sollen die neuen Arzträume fertig sein. Bis dahin bleiben sie an der Schule.