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ASB fliegt aus den Rettungsdiensten raus

Spektakuläres Ergebnis der Ausschreibung im Landkreis Görlitz. Zum Zuge kommt ab 2021 erstmals ein privates Unternehmen - aus Hamburg.

Der Landkreis Görlitz hat den Rettungsdienst neu vergeben.
Der Landkreis Görlitz hat den Rettungsdienst neu vergeben. © Symbolfoto: SZ-Archiv

Das Rettungswesen im Landkreis wird sich durch eine Ausschreibung des Landkreises Görlitz stärker verändern als gedacht. Das ist das Ergebnis, das die Behörde an diesem Montag bekannt gab. Insgesamt bewarben sich zehn Unternehmen.

Demnach fährt in Weißwasser und Umgebung das DRK Schlesische Oberlausitz gGmbH weiterhin die Notfalleinsätze,  und in Zittau und Umgebung konnte sich ebenfalls das DRK Zittau behaupten.

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Dafür aber gibt es Veränderungen in Görlitz und Löbau. In Görlitz fuhr bislang der ASB  Rettungsdienst und Katastrophenschutz gGmbH die Einsätze. Künftig wird es mit dem Hamburger Unternehmen Falck Notfallrettung und Krankentransport GmbH einen neuen Dienstleister geben. Es handelt sich dabei um ein international im Rettungsdienst tätiges Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg. Es soll nun den Rettungsdienst von Görlitz bis Niesky, Rothenburg, Mücka und Reichenbach abdecken.

Auch in Löbau verliert der ASB Rettungs- und Sozialdienst gGmbH Löbau den Auftrag. Hier übernimmt ein Gemeinschaftsunternehmen aus  DRK Rettungsdienst Löbau gGmbH und des DRK Kreisverbandes Löbau. Bis 2013 hatte das DRK schon den Rettungsdienst rund um Löbau gefahren. 

Der Preis gab den Ausschlag

Ausschlaggebend für die Entscheidung des Landkreises war das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, heißt es in einer Erklärung des Kreises, "insbesondere dabei die Qualität des Rettungsdienstes sowie ein ehrenamtliches Engagement im Katastrophenschutz". Die neuen Verträge sollen ab 1. Februar 2021 gelten. Die Vertragslaufzeit von fünf Jahren kann um bis zu zwei Jahre verlängert werden. Die bisherigen Rettungsmitarbeiter der ASB-Dienstleister wechseln zu Falck beziehungsweise zum DRK, heißt es vom Landkreis. 

Durch den Bau neuer Rettungswachen in Schleife, Rietschen und Jonsdorf knüpft der Landkreis in den nächsten Monaten und Jahren sein Einsatznetz dichter. Dadurch soll es künftig eher möglich sein, dass die Rettungsfahrzeuge  innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfrist am Ort des Geschehens eintreffen.

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