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ASB-Sozialzentrum ist fertig

Nach 16 Monaten Bauzeit kann in Stolpen ein Großprojekt abgeschlossen werden. Dahinter steckt viel privates Engagement.

Aus der alten Turnhalle an der Parkpromenade in Stolpen wurde eine moderne Sozialstation.
Aus der alten Turnhalle an der Parkpromenade in Stolpen wurde eine moderne Sozialstation. © Steffen Unger

Die ehemalige Turnhalle an der Promenade in Stolpen ist fast nicht wiederzuerkennen, aber nur fast. Das Gebäude, welches unter Denkmalschutz steht, wurde in den letzten 16 Monaten behutsam saniert, Altes mit Neuem verbunden. Das neue ASB-Sozialzentrum mit Tagespflege unterhalb der Burg Stolpen dürfte der neue Hingucker sein. 

Die Stadt Stolpen hatte nach einem Käufer für die ehemalige heruntergekommene  Turnhalle gesucht und fand ihn in einer Stolpener Familie, der Zahnärztin Jana Böhmer und dem Bauingenieur Arnd Böhmer. Beide holten den Ortsverband Neustadt des Arbeiter-Samariter-Bundes mit ins Boot. Dessen bisherige Sozialstation, die im Gebäude unterhalb liegt, platzt aus den Nähten. Darüber hinaus wollte man auch den Service für Patienten und Besucher erweitern. Und die Idee überzeugte auch Fördermittelgeber. Denn 40 Prozent der bislang angegebenen Baukosten in Höhe von etwa 2,3 Millionen Euro kommen als Zuschuss aus dem Leader-Programm. 

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Mit dem Objekt will man die Möglichkeit nutzen, in einem Versorgungszentrum die Angebote für den Raum Stolpen und Dürrröhrsdorf-Dittersbach zu zentralisieren und vor allem auch auszubauen. Das heißt, künftig gibt es hier auch etwa 15 Plätze in der Tagespflege. Bislang mussten die Senioren quer durch die Region nach Neustadt gefahren werden. Mit Inbetriebnahme des Hauses ist die Betreuung vor Ort möglich.

Neben Tagespflege und Sozialstation wurde das Objekt so umgebaut, dass eine Wohnung mit etwa 100 Quadratmetern entstanden ist und zwei kleinere mit etwa je 50 Quadratmetern. Alle drei Wohneinheiten wurden behinderten- beziehungsweise rollstuhlgerecht ausgebaut.  

Das Gebäude, hier noch im Rohbau, steht unter Denkmalschutz.
Das Gebäude, hier noch im Rohbau, steht unter Denkmalschutz. © Daniel Schäfer

Die Baufortschritte in den letzten Monaten sind den Stolpenern nicht entgangen. Immerhin verbinden viele von ihnen auch persönliche Erinnerungen mit der ehemaligen Turnhalle. Aus diesem Grund wollten die Bauherren ihr Ergebnis auch der Öffentlichkeit präsentieren. Ob das möglich ist, stand lange nicht fest. Doch jetzt gab es unter Auflagen dafür grünes Licht. Die Schlüsselübergabe an Alexander Penther, den ASB-Geschäftsführer, findet am 13. September, 14 Uhr, statt. Zwischen 14 und 18 Uhr können Interessierte das Bauprojekt verfolgen. Der Termin wurde bewusst gewählt, denn am 13. September findet auch der Tag des offenen Denkmals statt. Eine gute Gelegenheit, zu zeigen, wie ein Baudenkmal so umgebaut werden kann, dass es zeitgemäßen Ansprüchen genügt.

Investor Arnd Böhmer weist aber darauf hin, dass wegen der geltenden Corona-Maßnahmen Besichtigungen des Objektes nur in beschränktem Umfang möglich sind. Daher werden alle Besucher gebeten, sich zunächst auf dem Hof einzufinden. Die Anzahl der Besucher muss auf 100 gleichzeitig begrenzt werden.

 Am Bau Beteiligte sowie das Team der Sozialstation Stolpen stehen für Fragen zur Verfügung und führen interessierte Gäste in Gruppen von maximal zehn Personen durch das Objekt. Diese erhalten Informationen zum Baugeschehen sowie einen Eindruck über die nun neuen Möglichkeiten von Sozialstation und Altentagespflege.

Der Männerclub Stolpen wird im Rahmen von "Stolpen grillt" gemeinsam mit dem Team der Sozialstation für das leibliche Wohl sorgen. Der Erlös dient wie immer einem wohltätigen Zweck. In diesem Fall ist es die Kindertagesstätte in Langenwolmsdorf. Außerhalb des Gebäudes kann anhand von Fotodokumentationen das Baugeschehen nachvollzogen werden.

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