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Neues Bildungszentrum für Pflegeberufe

Der Bedarf an qualifizierten Pflegefachkräften steigt. Asklepios kann ab September in Neustadt die Ausbildungskapazitäten erhöhen.

Alexander Penther, Geschäftsführer ASB, Dörthe Kohla, Leiterin des Bildungszentrums und Asklepios-Regionalgeschäftsführer (v.L.) vor der künftigen Schule.
Alexander Penther, Geschäftsführer ASB, Dörthe Kohla, Leiterin des Bildungszentrums und Asklepios-Regionalgeschäftsführer (v.L.) vor der künftigen Schule. © Daniel Schäfer

Der Ruf nach mehr Pflegepersonal allein reicht nicht aus. Der Nachwuchs muss auch ausgebildet werden. Seit diesem Jahr steht die Ausbildung in Pflegeberufen auf einer neuen Stufe. Die Ausbildung war bislang getrennt.  Seit diesem Jahr werden die bisherigen Berufsbilder Kinderkrankenschwester, Gesundheits-, Kranken- und Altenpfleger zusammengeführt. Der neue Anschluss als Pflegefachfrau bzw. -mann wird EU weit anerkannt. Das erweitert die Karriere- und Einsatzmöglichkeiten der Absolventen und Absolventinnen.

Um diese neuen Standard umsetzen zu können, braucht Asklepios neue Ausbildungsmöglichkeiten. "Die bisherigen  Räumlichkeiten in der Hohwald-Klinik sind  nicht dazu geeignet, die Ausbildungsqualität zu steigern. Wir waren deshalb auf der Suchen nach neuen Räumen für unser Bildungszentrum", sagt Patrick Hilbrenner, Asklepios-Regionalgeschäftsführer. Zudem habe man nach einem zentraleren Standort gesucht, der für die Schüler mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln besser zu erreichen ist, als die abgelegene Hohwald-Klinik.

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Schon seit Längerem sind Asklepios und der Arbeiter-Samariter-Bund, Ortsverband Neustadt, Kooperationspartner. Und diese Zusammenarbeit soll jetzt noch weiter verstärkt werden. Denn das neue Bildungszentrum von Asklepios  wird in Räumlichkeiten des ASB in der Dr. Bernhard-Thieme-Straße einziehen. Der Mietvertrag wurde am Donnerstag von Patrick Hilbrenner und ASB-Geschäftsführer Alexander Penther unterzeichnet. 

Bis 15. August ist alles fertig

Der neue Standort ist derzeit noch eine Baustelle. Die Räume des künftigen Bildungszentrums werden auf den neuesten Stand gebracht, auch technisch. Neue Sanitäranlagen werden eingebaut und die Fassade renoviert, erklärt Alexander Penther. Ziel sei, dass bis zum 15. August alles fertig ist, damit das neue Ausbildungsjahr dann pünktlich im neuen Haus starten kann. Das Objekt selbst ist den Neustädtern nicht unbekannt. Es wurde in der 1970er-Jahren erbaut und von der Abteilung Ökonomie des ehemaligen Fortschrittwerkes genutzt.

Ab 1990 hatte hier die Auffanggesellschaft des Unternehmens ihren Sitz. Ehemalige Arbeiter wurden in neuen Berufen umgeschult. 2015 ging die Bildungsgesellschaft in Insolvenz und der ASB-Ortsverband Neustadt hat das Areal aus der Insolvenzmasse gekauft. Hier befindet sich unter anderem auch der Kataststropenschutz des ASB.

In die bislang verwaisten Büroräume wird nun wieder neues Leben einziehen. Dörthe Kohla, die Leiterin des Asklepios-Bildungszentrums  freut sich bereits auf die neue Wirkungsstätte. Denn nicht nur, dass sie die doppelte Fläche für ihre Schüler zur Verfügung hat. Sie findet in den neuen Räumen auch die technischen Voraussetzungen vor, die sie für die neuen Ausbildungsstandards benötigt. "Uns liegt besonders am Herzen, Theorie und Praxis künftig noch stärker zu verzahnen", sagt die Schulleiterin. Denn jeder Absolvent muss Pflichteinsätze von insgesamt 400 Stunden in Krankenhäusern, bei Pflegediensten und in Pflegeheimen nachweisen. Mit dem ASB konnte nicht nur ein Vermieter, sondern auch ein neuer Partner für die praktischen Einsätze gewonnen werden.

Aktuell werden in den Asklepios-Kliniken 56 Schülerinnen und Schüler ausgebildet. Perspektivisch wird die Kapazität nun auf 90 Plätze erhöht. Im neuen Ausbildungsjahr, das am 1. September startet, stehen noch Ausbildungsplätze zur Verfügung. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, und sich vorher im Pflegeberuf testen möchte, kann dazu in der Sächsischen Schweiz Klinik Sebnitz ein bezahltes Praktikum in den Sommerferien am 20. Juli beginnen. Auch der ASB Neustadt bietet noch zwei Ausbildungsplätze im September an.

Weitere Informationen gibt es es auf den Internetseiten der Hohwaldklinik, dem ASB Neustadt sowie der Sächsischen Schweiz Klinik Sebnitz

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