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Auch die Stadt drückt die Löhne

über die Leistung der Putzkräfte

Birgit Ulbricht

Die Stadt hat die Reinigung der Großenhainer Schulen, des Rathauses und der öffentlichen Toiletten neu vergeben. Die Rechnungsprüfer hatten es gefordert. Der Auftrag musste aufgrund seines Umfangs sogar euroweit vergeben werden. Trotzdem ist er in Großenhain geblieben und die Stadt hat dabei noch massiv gespart. Was gibt’s denn daran auszusetzen, werden Sie fragen?

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Die Frage sollten die Stadträte irgendwann nächstes Jahr, vielleicht wenn’s an die Grundreinigung geht, mal den Frauen stellen, die täglich in den Schulen schrubben. Sind die neuen Vorgaben wirklich zu schaffen? Ich kann die Frage nicht beantworten. Auffällig ist nur, wie die Quadratmetervorgaben pro Stunde in allen Reinigungskategorien in die Höhe gegangen sind. Die meisten haben sich verdoppelt. Vielleicht sollten die Stadträte mal mit den Putzkolonnen die Rolle tauschen. Vor den Putz-Frauen kann man nur den Hut ziehen. Leider haben sie oft auch keine andere Chance. Viele sind gering qualifiziert, haben kein Auto, wenig Aussicht auf andere Jobs. Sie bezahlen letztlich den Preis dafür, dass der Auftrag in Großenhain geblieben ist. Die Stadt muss sich mit ihrer Einsparung nicht brüsten.