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Auch Haustiere brauchen jetzt Schatten

Auf dem Seifhennersdorfer Lamahof von Manuela Knorr liegen in diesen Tagen die Lamas und Dromedare müde auf dem Boden oder flüchten in die kühlen Unterstände. „Da wir für alle Tiere offene Ställe haben, bekommt bei uns keines einen Hitzeschlag“, erklärt Manuela Knorr.

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Von Madeleine Friedrich

Auf dem Seifhennersdorfer Lamahof von Manuela Knorr liegen in diesen Tagen die Lamas und Dromedare müde auf dem Boden oder flüchten in die kühlen Unterstände. „Da wir für alle Tiere offene Ställe haben, bekommt bei uns keines einen Hitzeschlag“, erklärt Manuela Knorr. Zwar stammen Lamas ursprünglich aus den südamerikanischen Anden und sind so mit einer speziellen Wolle ausgerüstet, die im Winter wärmt und im Sommer kühlt. Zuviel Hitze mögen aber auch sie nicht.

Knorr und Sylvie Krystufek, ihre Kollegin auf dem Lamahof, empfehlen derzeit, bei allen Tieren unbedingt für einen Hitzeschutz zu sorgen. „Die Kühe auf der Weide werden dabei manchmal gar nicht bedacht“, erklärt Krystufek, die im Zittauer Tierpark als Obertierpflegerin arbeitet. Denn neben der Hitze plagen die Tiere jetzt auch sehr die Fliegen. „Einige Pferdebesitzer lassen ihre Rösser jetzt tagsüber im Stall und bringen sie erst nachts auf die Weide“, sagt Krystufek. Bei Schafen und Lamas darf nicht vergessen werden, das Winterfell zu scheren. „Das Schaf kann sonst wirklich einen Hitzeschlag erleiden“, erklärt die Tierpflegerin.

Sylvie Krystufek kümmert sich auf dem Lamahof vor allem um die Trampeltiere und Dromedare. „Da diese unter anderem in Kasachstan und der Mongolei zuhause sind, vertragen sie Temperaturen von minus 50 bis plus 40 Grad recht gut“, erklärt sie. Die Tiere haben einen besonderen Mechanismus, so dass sie bei Hitze die Temperatur des Körpers hochfahren können und sich so ein aufwändiges Abkühlen durch Schwitzen ersparen.

Für Haustiere ist es momentan ganz wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu bekommen. Denn nicht alle Tiere sind so hitzeresistent wie Dromedar und Trampeltier, die nur sehr wenig Wasser benötigen. „Während ein Kamel 30 Liter Wasser am Tag braucht, muss ein Pferd schon die doppelte Menge Flüssigkeit haben“, so Krystufek.

Manuela Knorr und Sylvie Krystufek bieten auf ihrem Hof in Seifhennersdorf unter anderem Kamelreiten und mehrtägige Trekkingtouren an. „Die Kamele halten Bewegung bei Hitze schon aus. Bei den meisten Tieren kann ich aber nicht empfehlen, dass sie bei 38Grad zu anstrengende Arbeit verrichten“, sagt die Tierpflegerin.

Der Oppacher Streichelzoo hat verschiedene Lösungen parat, um den Tieren die warme Jahreszeit so angenehm wie möglich zu gestalten. „Hunde und Frettchen werden von uns öfter gebadet“, erklärt Giseltraud Kretzschmer-Meckbach. Außerdem sind die Unterbringungen für die Kleintiere überdacht und die größeren Tiere wie die Hunde haben ein freies Gehege. „In allen Unterkünften gibt es außerdem eine Frischluftzufuhr“, versichert sie. „Falls jemand noch weitere Ideen hat, wie wir den Tieren den Sommer erleichtern können, kann er sich gern bei uns melden“, sagt Kretzschmer-Meckbach. Denn das Wohl ihrer Vierbeiner steht bei ihr an oberster Stelle.

Informationen über den Lamahof auf der Südstraße 34 unter 0151/15531151.

Kontakt Streichelzoo: 035872/40722