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Aue wirft seine Tugenden rein

Aue. Das Murren gehört im Erzgebirgsstadion dazu wie das Steigerlied beim Einlaufen der Mannschaften. Obwohl Aue gegen Dynamo Dresden souverän mit 2:0 führt, macht sich während der zweiten Hälfte Unzufriedenheit breit.

Aue. Das Murren gehört im Erzgebirgsstadion dazu wie das Steigerlied beim Einlaufen der Mannschaften. Obwohl Aue gegen Dynamo Dresden souverän mit 2:0 führt, macht sich während der zweiten Hälfte Unzufriedenheit breit. Dabei haben die „Veilchen“ mit dem Sieg im Sachsenderby die 40-Punkte-Marke erreicht und den Klassenerhalt so gut wie sicher. Falko Götz soll in der Pressekonferenz den spielerischen Abfall zur Partie gegen Union Berlin erklären.

Der Trainer reagiert erstaunlich gelassen. Er sei „nicht böse, dass wir einen Arbeitssieg eingefahren haben“, sagt der 52-Jährige, und er erklärt: „Wenn du 2:0 führst, weißt du, was du zu verteidigen hast.“ Es sei völlig klar, dass das spielerische Element in Aue nicht so gnadenlos durchgezogen werden könne. „Wir haben unsere Tugenden reingeworfen. In dem Augenblick war nicht Hacke, Spitze, eins, zwei, drei gefragt, sondern Kampf und Leidenschaft angesagt.“ Aue ist zwar in fast allen statistischen Werten schwächer, gewinnt aber mehr Zweikämpfe. „Wenn ich sehe, wie die Jungs sich gegenseitig gepusht haben, war es das richtige Mittel.“

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Die Glückwünsche zum Klassenerhalt nannte Götz zwar verfrüht, sagte aber auch: „So viel Selbstvertrauen sollten wir haben, um zu sagen: Uns kriegt keiner mehr ein.“ Damit können beim FC Erzgebirge bereits die Planungen für die nächste Saison beginnen. Bange muss den Verantwortlichen dabei nicht werden, denn der Trainer bewies im Sommer und in der Winterpause mit seinen Transfers überwiegend ein gutes Gespür, entwickelte zudem die Mannschaft weiter und führte sie in gesicherte Tabellen-Regionen. Ob Jakub Sylvestr bleibt, ist jedoch offen. Der Torjäger könnte für die festgeschriebene Ablöse von 1,7 Millionen Euro wechseln. Die Bundesligisten Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach zeigten Interesse. (SZ/-ler, dpa)