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Auf Abenteuer-Tour mit den Royal Rangers

Dohna. Auf der Burg tut sich neuerdings etwas – nicht nur baulich.

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Von Gabriele Schrul

Junge Leute nehmen jeden zweiten und vierten Sonnabend im Monat Besitz von der Dohnaer Burg. Sie sind zwischen sieben und 18 Jahre und suchen das abenteuerliche Leben im Stamm 351 der Royal Rangers, das sind christliche Pfadfinder. Besonders wichtig sind dabei die Ausbildungsgebiete Feuer, Knoten, Camptechnik, Orientierung, Karte und Kompass, Erste Hilfe und Werkzeugsicherheit. „Bei uns erlebt man Abenteuer, die einem Stadtkind nirgends geboten werden“, sagt Royal-Ranger-Leiter Stefan Jordan. Er nennt Beispiele: etwa, ein selbst gebautes Kanu über die Wellen zu balancieren, über dem Feuer zu kochen und bestimmte Handfertigkeiten zu lernen.

Seitdem der Eckstein-Verein Dohna die Burg sein eigen nennt, haben auch die Royal Rangers gute Bedingungen für ihre Pfadfinderarbeit gefunden. 20 bis 25 Kinder aus Dohna, Pirna, Dresden, Schlottwitz und Heidenau machen mit. Sie trafen sich bisher vor dem Vereinsgebäude an der Weesensteiner Straße in Dohna. Jetzt freuen sie sich auf ihr erstes Camp in der Burgstadt, das sie vom 17. bis 19. Juni auf der Burg abhalten. Bei allem hoffen die Rangers künftig auch auf die Unterstützung von Landrat Michael Geisler (CDU). Denn er erklärte erst kürzlich, er wolle „Freizeitangebote, die nicht ideologiegesteuert und nicht hochintellektuell sind“, fördern, um damit der Jugendarbeit der NPD etwas entgegen zu stellen.

Erst vergangene Woche war der Vereinsvorsitzende Carsten Holey beim Kreis-Jugendamt, um die Pfadfinderarbeit der Royal Rangers vorzustellen. „Die Aussichten stehen nicht schlecht, Gelder zu bekommen“, sagt Holey nach dem Gespräch. Denn all das, was zur Arbeit benötigt wird, kostet viel Geld. Kochgeschirr beispielsweise, Werkzeuge und Zelte. Für eine Großjurte müssen beispielsweise 2 500 Euro aufgebracht werden. Aus den Beiträgen allein sei das nicht finanzierbar. „Außerdem wollen wir auch Kindern aus finanziell nicht so gut gestellten Familien ermöglichen, bei uns mitzumachen“, sagt der Vereinsvorsitzende.

www.royal-rangers.de