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Auf Achse im Rödertal

Sie bauen Wanderhütten, sanieren Teiche und organisieren Turniere. Dafür gab es jetzt ein großes Dankeschön.

© Goldammer

Großröhrsdorf/Bretnig-Hauswalde. Das Massenei-Bad feiert seinen 80. Geburtstag und Bretnig-Hauswalde ringt weiter um den Neubau der Grundschule. Neujahrsempfänge sind das Datum, um zurück- und vorauszuschauen. Dabei wurde es jetzt eng im Großröhrsdorfer Ratskeller. Rund 70 Unternehmer, Privatleute, Vereinsmitglieder, Landes- und Kommunalpolitiker hatten sich versammelt. Sie waren der Einladung des Gewerbevereins Rödertal und den Verwaltungen von Großröhrsdorf und Bretnig-Hauswalde gefolgt.

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Der Neujahrsempfang gehört nicht umsonst zu den wichtigen Terminen im Rödertal. „Es sei eine gute Gelegenheit, regionale Kontakte zu knüpfen und zu erhalten“, so Gewerbevereinschef Ralf Buschan. Und über kommunale Projekte zu sprechen. So hat sich Großröhrsdorf unter anderem vorgenommen, eine Sportstättenplanung auf den Weg zu bringen, so Bürgermeisterin Kerstin Ternes. Außerdem feiert das Massenei-Bad sein 80-jähriges Jubiläum. In Bretnig-Hauswalde bleibt der Grundschulneubau das wichtigste Thema, so Bürgermeisterin Katrin Liebmann. Nachdem es im Vorjahr nicht wie erhofft voranging. Landrat Michael Harig ging auch auf das Thema Asyl ein und die Probleme in Großröhrsdorf Ende vergangenen Jahres. Ihm sei es wichtige, sich dieser Probleme gemeinsam anzunehmen, ins Gespräch zu kommen und die Gründe der Unzufriedenheit und Ängste der Bürger zu verstehen. Die stehen ja auch im Mittelpunkt des Empfangs. Denn es wird ehrenamtliches Engagement in Großröhrsdorf und Bretnig-Hauswalde geehrt, ohne das vieles im gesellschaftlichen Leben der Rödertal-Kommunen kaum möglich wäre. Allerdings machten sich in diesem Jahr Frauen unter den Ausgezeichneten sehr rar.

Arnulf Mauksch bringt die Wanderfreunde in Bewegung

Den Großröhrsdorfer zieht es immer wieder mit seiner Ehefrau und den Wanderfreunden in die Natur hinaus. Zum Großröhrsdorfer Wanderverein stieß er 1965. Mit Freude an der Natur und Bewegung organisierte er viele schöne und erlebnisreiche Wanderungen und Fahrten für den Wanderverein. Mit 80 Jahren war er noch als Wanderleiter aktiv. Aus Altersgründen habe er diese Aufgabe in jüngere Hände gegeben und nimmt nun als erfahrener und Rat gebender Wanderfreund weiterhin mit Freude am Vereinsleben teil.

Conrad Flössel bringt Schwung ins Dorfleben

Der Kleinröhrsdorfer steht inzwischen seit zehn Jahren an der Spitze des Fördervereins. Ohne sein Engagement wäre der Verein damals in seiner Zukunft gefährdet gewesen. Unter seiner Leitung wurden nicht nur Traditionsveranstaltungen fortgeführt, wie der Kinderfasching. Die Senioren freuen sich über die Geburtstags- und Weihnachtsfeiern. Dr. Flössel setzte in den vergangenen Jahren neue Akzente, um Schwung ins Dorfleben zu bringen. So prasselten jetzt wieder die Weihnachtsbäume im Feuer und brachten die Kleinröhrsdorfer bei Glühwein und Bratwurst zusammen. Sportlich wird’s beim Fußballturnier im September um den Pokal des Fördervereins. Die Amateurfilmabende sind in guter Erinnerung, und der Verein mischt beim traditionellen Dorffest mit. Conrad Flössel gehörte auch zu den Mitstreitern der Dorfchronik, die jetzt erschien. Der Vereinschef investiere nicht nur viele Zeit, sondern habe Engpässe in der Vereinskasse auch schon durch Spenden behoben.

Hans-Jürgen Wobst organisiert das Rödertalpokalturnier

Das runde Leder ist seine ganz große Leidenschaft: Seit sechzig Jahren hat Hans-Jürgen Wobst das Erscheinungsbild des SC 1911 Großröhrsdorf mitgeprägt und hat sich besondere Verdienste um den Fußball in Großröhrsdorf und der Region erworben. Wobst war Spieler der Bezirksligamannschaft in den 1960er-Jahren. Später übernahm er die Organisation des Altherren-Spielbetriebes im Verein und ist maßgebender Organisator des Rödertal-Pokalturniers für Ü-50-Mannschaften. In diesem Jahr wird es zum 15. Mal ausgetragen. Zuletzt formiert mit dem Westlausitzer Fußballverband eine Auswahlmannschaft der Ü-70-Senioren. Auch mit 75 Lebensjahren ist er noch in Seniorenmannschaften am Ball. Zum Empfang war er auf Reisen und konnte die Ehrung nicht persönlich entgegennehmen. Dasselbe gilt für Jens Jäckel vom Fußballsportverein Bretnig-Hauswalde. Er werde seine Auszeichnung zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

Thomas Gelbhaar angelt nicht nur – er ist auch in der Umwelt aktiv

Der Bretnig-Hauswalder Thomas Gelbhaar ist seit 2009 passionierter Angler im Anglerverein Bretnig-Hauswalde 2007. Unter den Ausgezeichneten aus Bretnig-Hauswalde war jetzt aber, weil er noch mehr für die Umwelt tut. Er engagiert sich für die Sanierung des Großröhrsdorfer Försterteichs. Als die Angler den Teich als Vereinsgewässer übernahmen, mussten sie ihn völlig neu gestalten. Der Teich musste entschlammt und neu aufgebaut werden. Damit er zukünftig wieder mit Fischen besetzt werden kann. Thomas Gelbhaar hatte die Leitung der Arbeiten übernommen.

Friedrich Scholz baute mit an der Wanderhütte Steinberg

Friedrich Scholz ist Gründungsmitglied des Heimatfördervereins Hauswalde. In den Anfangsjahren wendete er sich in der „Bürgerinitiative Steinbrüche“ erfolgreich gegen den Steinabbau in Hauswalde. Der Bretnig-Hauswalder war am Aufbau der Wanderhütte am Steinberg maßgeblich beteiligt und übernahm die Gestaltung der Außenanlagen. Die Wanderhütte ist zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Friedrich Scholz leitet auch die Interessengruppe „Landschaftsschutz und Landschaftspflege“ des Vereines. Die Mitglieder haben die Pflege der Hütte übernommen, pflanzten Bäume und kümmern sich um Wegemarkierungen und Orientierungstafeln. (BG/KS/SZ)

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