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Aufs Plakat will keiner verzichten

Parteien setzen auf Gesichter – an Plätzen und Straßen.

Der Generalsekretär der Sachsen-CDU Alexander Dierks hatte vor wenigen Tagen erst die Plakat-Kampange seiner Partei für die anstehenden Landtagswahlen im Freistaat präsentiert.
Der Generalsekretär der Sachsen-CDU Alexander Dierks hatte vor wenigen Tagen erst die Plakat-Kampange seiner Partei für die anstehenden Landtagswahlen im Freistaat präsentiert. © dpa

Großenhain. Wir werden sie ertragen müssen. Große lachende Gesichter und noch größere Versprechen. Die Parteien und Gruppierungen werben für sich zu den Landtagswahlen mit knackigen Sprüchen. Seit dem 21. Juli kann offiziell plakatiert werden. Elf von 19 Parteien haben aktuell Wahlwerbung im gesamten Stadtgebiet beantragt. Fünf Parteien wollen in Großenhain auf Großflächenplakate (FDP, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD).

Diese Großflächenplakate sind möglich auf dem Radeburger Platz, der B 101 Richtung Elsterwerda nach dem Bahnübergang, der Carl-Maria-von-Weber-Allee/ Dresdner Straße , der Beethovenallee (gegenüber vom Parkplatz), der B 101 (am Gewerbegebiet Zschieschen), der B 98/B 101, der Wildenhainer Straße/Am Stadtrat, der Dr.-Eichmeyer-Straße und am Rostiger Weg. Diese Stellflächen sind alle vergeben.

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Auf städtischen Flächen plakatiert haben bereits die FDP, Die Linke, NPD, CDU, Grüne, SPD, ÖDP, Die blaue Partei, Freie Wähler, AFD und Partei der Humanisten. Bei Kontrollen wurden bist jetzt keine Verstöße festgestellt. Für Plakatierungen auf Privatflächen ist keine Genehmigung durch der Stadt notwendig – diese Flächen kommen hinzu. Damit ist der Trend zur Papierwerbung so stark wie nie in den letzten Jahren, obwohl einzelne Kandidaten auch extra Web-Seiten haben. 

Bei der Stadtratswahl sah das noch ganz anders aus. Nur Die Linke und die FDP haben da überhaupt Plakate aufgehängt. Der Arbeitslosenverband hat es nicht getan, die Alternative Liste und die SPD auch nicht, nicht einmal die CDU. Wer überhaupt wie viel Wahlplakate aufhängen darf, das war 2013 neu geregelt worden. Großenhain rechnet pro 50 Einwohner mit einem Plakat und kommt so auf 400 Stück. Mehr werden generell nicht vergeben. 20 Plakate darf jede Partei, jeder Einzelkandidat oder jede Wählervereinigung schon mal per se anbringen.

Jedes weitere Plakat richtet sich nach dem Wahlergebnis. Damit aber nicht nur die Großen abräumen, darf die Zuteilung von Plakatierflächen für die kleinste Partei nicht weniger als ein Viertel, bis ein Fünftel der Fläche betragen, die die größte Partei bekommt.

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