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Auf dem Hartplatz rollt seit der Flut kein Fußball mehr

Der SV Röderau-Bobersen kämpft noch immer mit den Folgen des Hochwassers. Dabei blieb hier im Juni 2013 alles trocken.

Von Antje Steglich

Der Hartplatz wird von den Fußballern dringend gebraucht. Sieben Jugend- und zwei Männermannschaften trainieren beim SV Röderau-Bobersen, da sei die Anlage gerade im Winter – wenn der Rasenplatz geschont werden muss – für den Verein wichtig, sagte der Vorsitzende Hagen Heinrich. Doch die Schäden nach der Juniflut 2013 sind hier noch nicht behoben.

Gesicherte Nahversorgung in der Elbgalerie
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Nicht etwa das Hochwasser selbst hatte dem Platz zugesetzt, sondern das Technische Hilfswerk, das das Vereinsgelände als Einsatzzentrale und den Hartplatz als Parkplatz für seine Lkw und Fahrzeuge nutzte. Dabei hat der Untergrund wahrscheinlich nicht nur sichtbar gelitten, die Entwässerung beispielsweise funktioniert bis heute nicht. Zwar hat der Landkreis Meißen im Rahmen der Soforthilfe gezahlt und war auch eine Firma bereits zugange. „Das grundsätzliche Problem wurde nicht behoben“, bedauert Hagen Heinrich, der seinen Verein plötzlich in einem finanziellen Dilemma wiederfand. Denn weil der Landkreis bereits Mittel ausgezahlt und nicht das Wasser Schuld an den Schäden hatte, war der Weg zu anderen offiziellen Töpfen verbaut. Mittlerweile ist Hagen Heinrich jedoch wieder zuversichtlich.

Denn die Gemeindeverwaltung Zeithain hat den Kontakt zu der gemeinnützigen Organisation Arche Nova vermittelt. Die Dresdner Initiative für Menschen in Not hatte unter anderem schon beim Sachspendenlager für Flutopfer in Riesa geholfen oder auch für das Dorfgemeinschaftshaus Kreinitz gespendet. Nun gab es im Dezember ein Gespräch zu den Schäden beim SV Röderau-Bobersen – und ein erneutes Hilfsangebot: „Man hat uns mündlich bereits zugesichert, dass Arche Nova jetzt noch mal ein Gutachten bezahlt“, sagte Bürgermeister Ralf Hänsel (parteilos). Die Steuerung möglicher Baumaßnahmen würde dann die Gemeindeverwaltung übernehmen, kündigte er den nächsten Schritt an. Und auch für die Finanzierung der tatsächlichen Reparatur des Platzes zeigte er sich optimistisch. (SZ/ste)