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Auf dem Pilgerweg durch die Königshainer Berge

Tourismus. Mit einem kräftigen Ruck entfernt Martina Mertsch die beiden Folien, welche die neue Wandertafel noch bedecken. Unmittelbar vor ihrer Hochsteinbaude finden Wanderer nun eine Darstellung des Pilgerweges im Abschnitt der Königshainer Berge.

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Tourismus. Mit einem kräftigen Ruck entfernt Martina Mertsch die beiden Folien, welche die neue Wandertafel noch bedecken. Unmittelbar vor ihrer Hochsteinbaude finden Wanderer nun eine Darstellung des Pilgerweges im Abschnitt der Königshainer Berge. Dieser Weg führt von Görlitz quer durch Europa in das nordspanische Santiago de Compostela. Hier befindet sich der Überlieferung nach, die Begräbnisstätte des Apostels Jakob der Ältere. Seit Hunderten von Jahren pilgern unzählige Gläubige aus den europäischen Staaten, aber auch aus Übersee zum Grab des Heiligen. 1999 wurden Pilger aus 118 Ländern in Santiago de Compostela gezählt.

Die Idee zur Aufstellung einer Tafel des Pilgerweges kam Lutz Neugebauer während seines Einsatzes im Forst rund um die Königshainer Berge. Die Evangelische Kirche in Arnsdorf griff sie auf. Ihr Gotteshaus ist die nächste Station des Pilgerweges nach den Bergen. Gerlinde Wünsche malte die Karten in zeitaufwendiger Handarbeit. Martina Mertsch stellte den Platz für die Aufstellung der Tafel unkompliziert und kostenlos zur Verfügung. Deren Holzkonstruktion fertigte Tischlermeister Bernd Bitters aus Hilbersdorf an. Pfarrer Andreas Fünfstück dankte während der offiziellen Einweihung der Tafel am Montagnachmittag dann auch allen Beteiligten die sich für die Aufstellung der Tafel einsetzten. An der Feier nehmen auch drei Pilger aus München teil. Ihr Weg führt sie von Görlitz nach Leipzig. (ru)