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Auf den Spuren des Magisters

„Wandern kann man bei jedem Wetter, aber wenn es nicht regnet, ist es doch schöner“ – das sagten sich 74 Wanderfreunde und gingen am 11. Oktober mit uns, der Ortsgruppe Neustadt des Sächsischen Bergsteigerbundes, bei gutem Wanderwetter auf die nunmehr 17. Götzingerroute.

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„Wandern kann man bei jedem Wetter, aber wenn es nicht regnet, ist es doch schöner“ – das sagten sich 74 Wanderfreunde und gingen am 11. Oktober mit uns, der Ortsgruppe Neustadt des Sächsischen Bergsteigerbundes, bei gutem Wanderwetter auf die nunmehr 17. Götzingerroute. Der Einladung folgten auch 18 Wanderfreunde des Klubs Tschechischer Touristen Krasna Lipa und Varnsdorf. Eine Anerkennung des langjährigen Bemühens zur Ehrung von Magister Wilhelm Leberecht Götzinger sehen wir in der erneuten Teilnahme direkter Nachfahren Götzingers, die aus Berlin anreisten.

Die vier Wandergruppen, die am Morgen im Götzinger-Gymnasium starteten, ehrten zunächst das Andenken an den Neustädter Pfarrer, Humanisten und Heimatforscher an dessen Grab durch Blumen und würdigende Worte. Die Wanderung führte dann in einer großen Runde über den Hohwald und durch Berthelsdorf wieder zurück nach Neustadt in das Sportstadion. Unterwegs, unterhalb Krügers Berg, trafen wir uns mit dem Bundesgrenzschutz und erfuhren Interessantes über seine vielseitigen Aufgaben und seine Arbeit, die doch weit umfangreicher ist als das, was man an einem Grenzübergang sieht. Beim nächsten Treff unterhalb des Nestelberges konnte uns Herr Thomschke zwar nicht die Frage beantworten, wo und wie viel Gold im Hohwald zu finden ist, aber er begeisterte durch interessante Informationen über geologische Kostbarkeiten und über die geplanten Vorhaben des Bergbau-Traditionsvereines Hohwald. In Berthelsdorf besuchten wir eine Alpaka-Zucht und hörten viel über die Haltung und über den Nutzen dieser bei uns doch seltenen Tiere. Es war also wieder ein recht vielseitiges Programm, das auch von vielen Wanderfreunden mit anerkennenden Worten so bewertet wurde. Ausklang der Wanderung war im Sportstadion Neustadt.

Jeder Teilnehmer erhielt zur Erinnerung an seine Teilnahme den versilberten Wandergroschen 2003 als Auszeichnung. Viele Wanderfreunde saßen nach der Tour lange beisammen, um Erlebnisse und neue Vorhaben zu besprechen. Der Deutsche Sportbund hatte in Vorbereitung des Volkswandertages dazu aufgerufen, einen „Erlebnistag Wandern“ zu organisieren. Die positiven Wertungen vieler Wanderfreunde zu Strecke und Programm zeigen uns, dass uns das – auch dank der vielseitigen Unterstützung – gelungen ist. (Jürgen Gerstner)