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Radebeul

Auf den Spuren von Kara Ben Nemsi

Eine neue Kabinettausstellung über Karl Mays Orientreise öffnet am Sonntag. Darin werden Stücke gezeigt, die noch nie öffentlich zugänglich waren.

Karl May (rechts) auf seiner Orientreise.
Karl May (rechts) auf seiner Orientreise. © Karl-May-Museum

Radebeul. Der Orient, die Länder des Nahen und Mittleren Ostens sind derzeit täglich in den Nachrichten. Vor über 100 Jahren waren das für Europäer exotische Gegenden. Der Abenteuerschriftsteller Karl May hat diese Länder sehr ausführlich bereist. Daraus ist ein wesentlicher Teil seiner Romane entstanden. Er selbst sah sich gerne als einen seiner Helden Kara Ben Nemsi. Darauf geht jetzt das Karl-May-Museum in einer extra zusammengestellten Schau ein.

Am bevorstehenden Sonntag, dem 23. Juni 2019, wird um 14 Uhr die neue Kabinettausstellung des Museums eröffnet. Die Schau wirft einen Blick auf die erste und einzige Reise des berühmten Schriftstellers durch die Länder des Orients bis nach Südostasien.

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Wie sich der Schriftsteller selbst gern sah – als sein Romanheld Kara Ben Nemsi.
Wie sich der Schriftsteller selbst gern sah – als sein Romanheld Kara Ben Nemsi. © Karl-May-Museum

Die Reise fand 1899/1900 statt und dauerte anderthalb Jahre. Heute gilt sie als Wendepunkt in Karl Mays Leben, da in diesen Jahren eine neue Schaffensperiode einsetzte. Das Spätwerk wurde durch die auf seiner Orientreise geschriebenen ersten Teile des Gedichtzyklus „Eine Pilgerreise in das Morgenland“ eingeleitet. Im Band „Und Friede auf Erden!“ sowie der Erzählung „Schamah“ wurden ebenfalls Eindrücke verarbeitet.

Die Ausstellung nimmt die Besucher mit in den Orient und vermittelt ihnen, wie das Reisen vor über 100 Jahren aussah, so Kevin Sternitzke vom Karl-May-Museum. Zu sehen sind Reisepässe Karl Mays, Briefe, Postkarten sowie zahlreiche Fotos. 

Der berühmte Tropenhelm Karl Mays wird ausgestellt, ebenso orientalische Objekte, welche bisher noch nie öffentlich zugänglich waren. Die Kabinettausstellung wird mit dem Vortrag „Im Lande der Fowling Bulls. Karl May und die vorderasiatischen Altertümer“ des Archäologen Friedhelm Pedde eröffnet.

Christian Wacker, Direktor des Karl-May-Museums, hatte bereits zu seinem Antritt als neuer Leiter des Hauses vor einem Jahr angekündigt, dass der Orient als Teil der Museumsgeschichte noch stärker und detaillierter als bisher dargestellt werden soll. Wacker: „Wir haben hier viele besondere Schriftstücke und Gegenstände zu Karl Mays Leben, die es verdienen herausgestellt zu werden.“

Kara Ben Nemsi, Ben Nemsi ist die arabisch klingende Bezeichnung mit der Bedeutung „Sohn der Deutschen“, hat May selbst erfunden. Er verkörpert dabei einen jungen Deutschen, der meist zusammen mit Begleitern wie seinem Diener und Führer Hadschi Halef Omar durch Nordafrika, den Sudan, den Nahen Osten und den Balkan zieht und bei seinem Kampf für Frieden und Gerechtigkeit Abenteuer erlebt. Christian Wacker: „Frieden stiften, eine Rolle, die wir heute aus gegebenem Anlass hervorheben möchten.“

www.karl-may-museum.de