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Auf der Schaftreppe lauert die tückische Gefahr

Ein aufregender Hindernisparcour erwartet Fußgänger auf der Schaftreppe in Pirna. „Zu viele ausgebrochene Stufen und fehlende Absperrungen machen den Spaziergang zum Abenteuer. Vor allem ältere Leute brechen sich beim Abstieg fast die Knochen“, ärgert sich der Sonnensteiner Artin Kunze.

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Von Sandy Nitzsche

Ein aufregender Hindernisparcour erwartet Fußgänger auf der Schaftreppe in Pirna. „Zu viele ausgebrochene Stufen und fehlende Absperrungen machen den Spaziergang zum Abenteuer. Vor allem ältere Leute brechen sich beim Abstieg fast die Knochen“, ärgert sich der Sonnensteiner Artin Kunze.

Doch er ist nicht der Einzige, der sich über das Desaster empört. Auch Renate Kranz (62) stört sich am Zustand der Stufen: „Der Weg wird immer dreckiger. Und ohne Beleuchtung ist es besonders am Abend gefährlich.“ Dem kann Detmar Gille ( 56) nur zustimmen: „Besonders rutschig wird der Abstieg bei Regen, und auch die Häuser links und rechts des Geländers müssten abgerissen werden“, weiß er aus eigener Erfahrung nur zu gut. Erzürnt zeigen sich auch Anwohner, die nicht direkt auf den Fußweg angewiesen sind. „Der schlechte Zustand der Treppen und Dreck in jeder Ecke zwingen uns Anwohner, mit dem Auto zu fahren“, macht Siegfried Hofmann ( 60) seinem Zorn Luft.

Seit Jahren stießen die Klagen der Anwohner bei der Stadt auf taube Ohren. Die SZ konfrontierte das Rathaus mit dem Dilemma, wollte wissen, wann endlich etwas geschieht. Tagelanges Warten. Dann kam von Pressesprecherin Sabine Kowalewitz endlich eine Antwort. Die dringende Sanierung beginnt.

Stadt kommt an die Privat-Häuser nicht ran

Seit gestern ist die Treppe zwischen Hausberg und der Schandauer Straße für 14 Tage voll gesperrt. „In dieser Zeit werden Schäden an den Stufen beseitigt“, verspricht Kowalewitz. Ausbesserungen der Treppe im Abschnitt Schandauer und Krietzschwitzer Straße erfolgen bereits im Anschluss.

„Dennoch können wir am Zustand der demolierten Häuser leider nichts ändern“, so die Pressesprecherin. Sie seien Privateigentum und verfallen weiter.

Es bleibt also auch in Zukunft beim Anblick der Schaftreppe ein Wermutstropfen bestehen.