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Auf der Suche nach den Hintergründen

Nachdem ein 21-jähriger Strehlaer samt Fahrzeug aus der Elbe geborgen wurde, besteht noch Klärungsbedarf. Doch am Suizid gibt es keinen Zweifel.

Von Jens Ostrowski

Es war im Altkreis Riesa die traurigste Nachricht seit langem. Letzten Donnerstag setzte ein 21-jähriger Mann aus Strehla seinem Leben ein Ende. Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit mit einem Auto in die Elbe und ertrank (Sächsische Zeitung berichtete). Vorausgegangen war ein Familienstreit. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung konkretisierte, sei es am Donnerstag im Elternhaus auf der Torgauer Straße zu einer familiären Auseinandersetzung gekommen. Der 21-Jährige habe dabei unter Alkohol gestanden und seine 55-jährige Mutter mehrfach ins Gesicht geschlagen und mit den Füßen getreten. Eine mit anwesende 17-jährige Frau sei dabei ebenfalls verletzt worden. Kurz darauf setzte sich der junge Mann ins Auto und fuhr zur Elbe. Ein Lkw-Fahrer beobachtete, wie er mit schneller Geschwindigkeit in den Fluss fuhr. Sofort nach Bekanntwerden des untergegangenen Fahrzeugs begaben sich Beamte der Wasserschutzpolizei und Taucher, Einsatzkräfte der Feuerwehren Riesa und Strehla sowie des THW an diesen Ort und versuchten, die gesamte Nacht über das Fahrzeug zu bergen. Aufgrund der sehr starken Strömung gelang es ihnen vorerst nicht, an das Fahrzeug heranzukommen.

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Leiche zweifelsfrei identifiziert

Auch am nächsten Tag gestaltete sich das Unterfangen aufgrund der Fließverhältnisse der Elbe kompliziert, teilte die Polizei mit. Erst in den späten Abendstunden gelang es den Rettungskräften schließlich, den Opel Corsa mit der Leiche zu bergen. Wie die Polizei jetzt mitteilte, konnte der Körper zweifelsfrei als der 21-Jährige identifiziert werden. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei übernommen. Zwar besteht am Suizid kein Zweifel, und doch wollen die Ermittler die Hintergründe erfahren, weshalb es zu der Kurzschlusshandlung des jungen Mannes kam. Unter anderem soll der Alkoholgehalt im Blut des Toten untersucht werden.