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Auf einem guten Weg

Andreas Weller über den Umgang mit Neonazis in Dresden.

Es ist fraglos eine Menge erreicht und als Erfolg zu werten, dass es den Neonazis mittlerweile unmöglich ist, ungehindert durch unsere Stadt zu laufen. Im Februar mussten die Rechtsextremen gar auf den 12. ausweichen, um nach mehreren Jahren erfolgloser Versuche wenigstens ein paar Meter marschieren zu können. Dennoch versuchen sie es weiter.

Deshalb muss die gesamte Bevölkerung wachsam bleiben. Mut dafür macht die klare Rollenverteilung: Blockierer sind in der allgemeinen Wahrnehmung keine Krawallmacher mehr, sondern akzeptierte Gegner der Neonazis, denen ein großer Teil des Erfolgs zu verdanken ist. Das hat auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz erkannt, die mittlerweile starke Worte gegen die braunen Horden findet. Dass sie Neonazimärsche selber mit blockiert, kann niemand von der Frau erwarten.

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