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Auf manchen Plätzen wird es zweistellig

Fußball: Die erste Pokalrunde sah klare Siege der Favoriten, aber auch packende Duelle. In Altenberg trumpft ein 18-Jähriger auf.

Enges Pokalduell: Am Ende setzte sich die SpG Possendorf II/Bannewitz II, hier mit Fabian Heyne (in blau), bei der SG Weißig (Jannik Berthold, in grau) mit 2:1 durch.
Enges Pokalduell: Am Ende setzte sich die SpG Possendorf II/Bannewitz II, hier mit Fabian Heyne (in blau), bei der SG Weißig (Jannik Berthold, in grau) mit 2:1 durch. © Egbert Kamprath

Von Falk Rösler

Schlag auf Schlag geht es mit den Kreispokal-Spielen der Fußballer in diesen Tagen. Nachdem an den vergangenen Wochenenden der Wettbewerb aus der Vorsaison, coronabedingt mit zweimonatiger Verspätung, noch zum Abschluss gebracht wurde, standen am Sonnabend und Sonntag nun bereits die Begegnungen der 1. Runde in der neuen Spielzeit 2020/21 auf dem Programm.

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Schon die Auftaktpartie am Freitagabend zwischen Kreisklassenvertreter Birkwitz-Pratzschwitz und Kreisoberligist Langburkersdorf entpuppte sich als typisch unberechenbares Pokal-Duell zwischen David und Goliath. Nach schneller 2:0-Führung musste der Favorit auf dem gefürchteten Rasenplatz am Kiessee noch in die Verlängerung, wo allerdings die tschechische SSV-Fraktion mit Treffern von Lukas Klima und Jan Rehacek den Einzug der Langburkersdorfer in die nächste Runde sicherte. Kurzen Prozess machte hingegen zum Start des Pokalmarathons am Sonnabend Kreisoberliga-Aufsteiger Rabenau mit der Wilsdruffer Reserve. Nur 55 Minuten brauchte die Gäste-Elf von Trainer Jan Speckmann im Parkstadion, um den deutlichen 4:0-Endstand zu markieren. David Raupach und Rene Will trafen je doppelt. Die ersatzgeschwächten Gastgeber mussten zudem die letzten dreißig Minuten in Unterzahl agieren, da Motor-Torwart Richard Heimrich nach einem Handspiel außerhalb des Strafraumes die Rote Karte sah.

Echtes Pokalflair erlebten indes die rund 100 Zuschauer auf dem Hartplatz in Pfaffendorf zwischen den Königsteiner Gastgebern und dem vorjährigen Pokal-Halbfinalisten Neustadt. Auf einer der letzten „Schmirgelscheiben“ der Region büßte der Kreisoberligist zunächst einen sicheren 2:0-Vorsprung ein und verlor dazu in der 62. Minute Stefan Drosdek durch Platzverweis. In der Schlussphase wurde dann Erik Kumpe zum Helden in Unterzahl und rettete mit zwei Treffern die Neustädter vor der Verlängerung und einer möglichen Blamage beim B-Kreisligisten.

Einen höherklassigen Kontrahenten zu eliminieren gelang der Hartmannsdorfer Reserve. Drei Treffer in den ersten zwanzig Spielminuten zogen der SpG Lohmen-Wehlen, immerhin Kreisliga-A-Vizemeister 2019/20, auf dem HSV-Waldsportplatz früh den Nerv. Erst in der 88. Minute gelang den eine Liga höher spielenden Gästen der Ehrentreffer zum Endstand.

Nicht schocken durch einen frühen Rückstand ließen sich die Dorfhainer auf dem Osterzgebirgskamm in Hermsdorf. In einem weiteren Duell Kreisliga B gegen Kreisliga A drehte der DSV die umkämpfte Partie, insgesamt acht Gelbe Karten verteilte der Schiedsrichter, bis zur 62. Minute durch Treffer von Felix Oddoy (2) und Martin Schraube zu seinen Gunsten. In der letzten Minute der Nachspielzeit gelang schließlich Hermsdorfs David Nikulski noch eine kleine Resultatskosmetik.

Den deutlichsten Sieg am Sonnabend gab es ausgerechnet im Aufeinandertreffen zweier direkter Ligakontrahenten zwischen Altenberg und Mohorn. Die Bergstädter hatten gegen das nur mit elf Spielern angereiste Wacker-Team, darunter einige „Alte Herren“, keine Mühe. Achtmal schlug die Kugel im Gästetor ein, wobei das neue Altenberger Sturmtalent Dustin Luft gleich dreifach jubeln durfte. Der 18-Jährige kehrte im Vorjahr von Dynamo Dresden, wo er im Jugendbereich unter den Fittichen von Christian Fiel spielte und trainierte, zu seinem Heimatverein zurück.

Am Sonntag griffen die weiteren Kreisoberligisten der Weißeritzregion in den Wettbewerb ein. Kesselsdorf überzeugte bei der SpG Gorknitz II/Müglitztal mit einem klaren 10:2-Erfolg. Patrick Pawlack, Philipp Lotze und Franz Seifert trafen je dreifach für die SGK. Ebenfalls am Ende souverän zog Wurgwitz nach 1:1-Pausenstand bei der dritten Mannschaft des VfL Pirna-Copitz in die nächste Runde ein. 6:2 hieß es am Ende, Sebastian Null war doppelter Torschütze für die SGW.

Nur knapp an der Zweistelligkeit vorbei schrammten die Pesterwitzer, welche Gastgeber Limbach beim 9:0-Auswärtssieg keine Chance ließen. Ebenfalls neun Treffer vermerkte die dritte Auswahl des SC Freital, allerdings erst nach Elfmeterschießen. 9:8 hieß es dort am Ende beim TSV Graupa. Die reguläre Spielzeit hatte keinen Sieger gesehen (2:2). Weniger Glück hatte die vierte SCF-Formation, die ihr Heimspiel gegen Glashütte 3:4 nach Verlängerung verlor.

In die zweite Pokalrunde geschafft haben es die Reserve aus Kreischa (3:1 gegen Pesterwitz II) und sowie die Spielgemeinschaft Possendorf II/Bannewitz II (2:1 in Weißig). Noch ausstehend sind die Erstrundenpartie zwischen Neustadt II/Stolpen II und Braunsdorf (12.9.) sowie die Neuauflage des in der Vorwoche ausgetragenen Finales der Saison 2019/20 zwischen Kreischa und Titelträger 1. FC Pirna. (mit sbr)

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