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Auf nach Decin

In der Landschaftsschutzgebietsverwaltung Elbsandsteingebirge Decin hat Werner Henschel das Sagen. Kürzlich erreichte ihn aus Deutschland per Internet die Anfrage der 27-jährigen Annika Sandte nach einer Praktikantenstelle für Umweltfragen.

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Von Klaus Fiedler

In der Landschaftsschutzgebietsverwaltung Elbsandsteingebirge Decin hat Werner Henschel das Sagen. Kürzlich erreichte ihn aus Deutschland per Internet die Anfrage der 27-jährigen Annika Sandte nach einer Praktikantenstelle für Umweltfragen. Henschel sagte zu.

Annika ist in Konstanz am Bodensee zu Hause. In Münster studierte die junge Frau Landschaftsökologie. Ihre Kenntnisse möchte sie auf dem Gebiet der Umwelt durch ein Praktikum vertiefen.

Noch bis März lebt und lernt Annika in Tschechien

Dass sie jetzt in Decin (Tetschen-Bodenbach) arbeitet, ist sehr kurios. Angefangen hat die Geschichte in Finnland. Dort lernte sie ihren tschechischen Freund Stephan kennen, der an der Prager Universität Landwirtschaft studiert. Am Bodensee aufgewachsen, zwischen Österreichern und Schweizern, weitete sich ihr Blick nach Europa, erst recht mit dem Beitritt Tschechiens in die Europäische Union im Mai 2004. Deshalb wollte die studierte Ökologin ihr Praktikum im Grenzgebiet absolvieren. Annika: „Mein Freund und ich haben im Internet gesurft und wurden in Decin fündig. Nach einigem Suchen fanden wir die entsprechende Einrichtung in Sachsen, die BTU Cottbus, denn nur bestimmte Hochschuleinrichtungen dürfen auf dem Umwelt-Gebiet Auslandsstipendien vergeben. Ich habe meinen Antrag in Cottbus eingereicht, und es hat geklappt.“

Annikas Aufenthalt wird über das Programm „Leonardo da Vinci“ getragen. Noch bis zum März lebt und lernt sie in Decin.