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„Auf Schandaus Straßen wird Geld verschleudert“

Auf guten Straßen werden Flutgelder verbaut, während andere Fahrbahnen wie Sturzacker aussehen. Dieser Eindruck erhitzt zurzeit die Gemüter in Bad Schandau. Stein des Anstoßes ist die Fahrbahn der rechten Brückenschleife Richtung Rathmannsdorf.

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Von Katja Schreiber

Auf guten Straßen werden Flutgelder verbaut, während andere Fahrbahnen wie Sturzacker aussehen. Dieser Eindruck erhitzt zurzeit die Gemüter in Bad Schandau.

Stein des Anstoßes ist die Fahrbahn der rechten Brückenschleife Richtung Rathmannsdorf. „Die war doch absolut in Ordnung. Hier wird das Geld verschleudert“, findet eine aufgebrachte Leserin am SZ-Telefon. Denn nun wird hier die Schwarzdecke erneuert.

„Es gibt andere Straßen, die sehen schlimmer aus“, gibt Bad Schandaus Hauptamtsleiterin, Andrea Wötzel, der Bürgerin Recht. Insbesondere Richtung Waltersdorf gebe es so einige Holperstrecken.

Nach dem Frost

blüht die Straße auf

Trotzdem befürwortet sie die Arbeit des dafür zuständigen Straßenbauamtes Dresden, das nach der Flut sämtliche Straßen untersuchte. „Besser, es wird jetzt gemacht, als in drei Jahren, wenn die Straße völlig durchlöchert ist“, sagt sie.

Dietmar Pietsch, Chef des Straßenbauamtes, erklärt den für die Bürger unsichtbaren Grund für die Erneuerung: Auf der Fahrbahn hat nicht nur das Wasser gestanden. Zudem fehlte an diesem Abschnitt schon immer ein frostsicherer Aufbau, der in der Regel etwa 60 Zentimeter tief ist. Deshalb machten sich auch der hohe Grundwasserspiegel und Minusgrade an der Decke zu schaffen. So „blühe“ die Straße insbesondere nach harten Wintern regelrecht auf, verdeutlicht Pietsch.

Rathmannsdorf

bekommt Fußweg

Eigentlich sollte die Schwarzdecke schon im Frühjahr gemacht werden. Doch wegen der vielen anderen störenden Baustellen hatte das Rathaus um Aufschub gebeten.

Wann die Straßen rund um Rathmannsdorf und Porschdorf wieder in Schuss gebracht werden, wissen Bad Schandaus Stadtlenker nicht zu sagen. Denn auf die Reparatur der Staatsstraßen haben sie keinen Einfluss. „Wir können nichts weiter machen als betteln, betteln, betteln. Und das tun wir intensiv“, beteuert Wötzel. Die Hilferufe tragen offenbar Früchte. Im Frühjahr soll die Rathmannsdorfer Ortsdurchfahrt erneuert werden. „Unsere Grunderwerber sind schon in der Spur“, erklärt Pietsch. Dann wird es endlich einen ordentlichen Fußweg geben.

Die Stau verursachende Sperrung neben der Brücke wird voraussichtlich am Sonntag aufgehoben.