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Auf seine Schlesischen Kröpfer ist er besonders stolz

In einer lockeren Seriesollen Persönlichkeiten vorgestellt werden, die sich in verschiedensten Vereinen unsererRegion aktiv betätigen.

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Von Rolf Ullmann

Egal, ob Sonne, Regen oder Schnee: Martin Simon zieht es bei jedem Wetter hinaus zu seinen Zuchttauben in den Volieren auf dem Grundstück seiner Eltern. Gut eine halbe Stunde ist er täglich damit beschäftigt, für seine Schlesischen Kröpfer und die Rheinischen Ringschläger frisches Futter und Wasser bereit zu stellen. Natürlich beobachtet er seine Tauben stets auch einige Minuten, um zu sehen, ob sie alle gesund sind.

Zur Taubenzucht kam Martin Simon durch einen Zufall. „Eines Tages, vor zehn Jahren, saß eine Taube auf dem Dach unseres Hauses und wollte absolut nicht mehr weg. Also habe ich mir eine zweite Taube zugelegt und unseren alten Taubenschlag wieder hergerichtet“, so schildert er den Beginn seiner züchterischen Bemühungen.

Rasse durch Zufall bestimmt

Am Anfang gurrten Brieftauben im Taubenschlag. Eines Tages brachte ihm Hartmut Kossack vier Zuchttauben als Geschenk mit. Eine davon gehörte zur Rasse der Schlesischen Kröpfer. Damit waren die Weichen für die weitere Züchtung von Tauben gestellt. Warum entschied sich Martin Lorenz ausgerechnet für diese Rasse? „Mir gefällt besonders die Kopfform dieser schönen Tiere. Außerdem sind sie in der Zucht relativ einfach zu halten. Die Tauben brüten zumeist selbst und benötigen keine Ammentaube wie andere Rassen“, begründet der junge Taubenzüchter seine Entscheidung.

Derzeit besitzt Martin Lorenz 25 Zuchtpärchen der Schlesischen Kröpfer. Zu ihnen gesellen sich noch einige Paare der Rheinischen Ringschläger. Diese werden besonders auch von seinem Vater Thomas Simon betreut. Namen habe er seinen Tieren bisher nicht gegeben, dazu wechsele der Bestand seiner Tiere zu oft. Dennoch kennt Martin alle seine Tiere ganz genau. So fällt ihm dann auch die Auswahl, welche seiner Tauben den Zuchtrichtern bei Ausstellungen vorgestellt werden, relativ leicht.

1999 begann er mit der Taubenzucht. Im selben Jahr schloss er sich dem Kleintierzüchterverein Kodersdorf an. Unter den zehn Kindern und Jugendlichen, die sich mit der Kleintierzucht beschäftigten, war er der einzige, der sich dem Rassegeflügel widmete. So nahm er im Verein dann von Beginn an bei den Veranstaltungen der Erwachsenen teil.

Im selben Jahr stellte er in Kodersdorf während der Vereinsschau einige seiner Tauben aus. Eine Altenburger Trommeltaube wurde damals mit einem Zuschlagspreis ausgezeichnet.

Stolzer Pokalbesitzer

In der Zwischenzeit sammelte Martin Simon Pokale und Urkunden bei diversen Leistungsschauen und Ausstellungen. Besonders stolz ist der junge Züchter auf den Jugendsiegerpokal, den er bei der Bundesschau 2002 in Erfurt entgegen nehmen konnte. Im Jahr zuvor nahm er erfolgreich an der „Lipsia“ – einer großen bundesweiten Leistungsschau in Leipzig – teil.

Neben der Taubenzucht verbringt er seit drei Jahren einen weiteren Teil seiner Freizeit in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Kunnersdorf. Aber seine eigentliche Leidenschaft gehört natürlich nach wie vor seinen Tauben und deren Zucht.