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Auf wen kann Dynamo jetzt im Pokal treffen?

SC Verl oder Bayern München – die Attraktivität der möglichen Zweitrunden-Gegner geht weit auseinander. Die Spieler wünschen sich einen namhaften Verein.

Am Sonntag werden die Zweitrunden-Paarungen im DFB-Pokal ausgelost. Dynamo liegt im Topf der Profivereine.
Am Sonntag werden die Zweitrunden-Paarungen im DFB-Pokal ausgelost. Dynamo liegt im Topf der Profivereine. © dpa/Robert Michael

Den Trainer überrascht die Frage. „Ich wusste gar nicht, dass am Sonntag Auslosung ist“, sagt Cristian Fiel und will sich nicht weiter zu Wunschgegnern und Lieblingsmannschaften äußern. „Es steht nur eins fest: Wir werden antreten – egal, gegen wen.“

Derlei Gedankenspiele würden nur die Konzentration auf das Heimspiel am Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim stören. Darauf liegt die Priorität, nicht nur wegen der beiden Niederlagen zu Beginn. Rund drei Stunden nach dem Abpfiff der Partie wird Fiel wahrscheinlich trotzdem die ARD-Sportschau einschalten. Im Fußballmuseum in Dortmund rührt Losfee und Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder dann in den beiden Lostrommeln und zieht die Zweitrunden-Paarungen.

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Dynamo kann auf jeden der 31 anderen Vereine treffen. Die verbliebenen zwei Viertligisten SC Verl und 1. FC Saarbrücken sowie die beiden Drittligisten 1. FC Kaiserslautern und MSV Duisburg haben auf jeden Fall Heimrecht und liegen in einem eigenen Topf. Bekommen die Dresdner eine dieser Mannschaften zugelost, müssen sie reisen – und das sehr weit. Verl liegt mit 470 Kilometern noch am nächsten.

Ein erneuter Umzug in anderes Stadion, zum Beispiel ins erprobte Zwickau wie beim 3:0 in der ersten Runde gegen den TuS Dassendorf, droht diesmal, wenn Saarbrücken der Gegner wird. Der heimische Ludwigspark ist derzeit eine Baustelle, der Viertligist trägt die Heimspiele deshalb im 13 Kilometer entfernten Völklingen aus. Dort ist nicht die Kapazität von 6.800 Zuschauern das Problem, sondern das Flutlicht. Die zweite Runde wird am 29. und 30. Oktober ausgespielt, also mitten in der Woche und damit abends. Zudem gilt dann bereits die Winterzeit.

Weder Wünschen noch Orakeln bringt etwas

Trifft Dynamo auf einen Erst- oder Zweitligisten aus dem zweiten Topf, haben die Dresdner nur dann Heimrecht, wenn sie als erste gezogen wurden. Gedreht werden die Paarungen auch bei einem Klassenunterschied nicht.

Das findet nicht nur Neuzugang Chris Löwe schade. „Bayern auswärts wäre ein bisschen uncool“, meint er. Sein Wunschgegner wären die Münchner ohnehin nicht – zumindest vorerst. „Es sollte erst einmal jemand sein, den wir noch mal schlagen können und eine Runde weiterkommen.“

Seine Mitspieler favorisieren dagegen schon jetzt die großen Namen. Dortmund und der FC Bayern seien Kracher, findet Niklas Kreuzer und erinnert an das Heimspiel im März 2015 gegen den BVB, das 0:2 verloren ging. „Das hat trotzdem sehr, sehr viel Spaß gemacht.“

Es war auch das erste Mal nach fünf Jahren, dass die Schwarz-Gelben ein Achtelfinale erreicht hatten. Seitdem ist wieder verlässlich entweder in der ersten oder zweiten Runde Schluss. Dynamo und der Pokal – das ist bisher keine große Liebe. Was auch angesichts der Einnahmemöglichkeiten bitter ist. 351.000 Euro sind in der zweiten Runde garantiert, 702.000 Euro wären es schon im Achtelfinale und noch eine Station weiter bereits über eine 1,4 Millionen Euro.

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Interessant wie brisant wären Duelle gegen die sächsischen Nachbarn Erzgebirge Aue und RB Leipzig. Kreuzer erinnert jedoch daran, dass weder Wünschen noch Orakeln etwas bringt. „Wenn du den DFB-Pokal gewinnen willst, musst du ohnehin jeden Gegner schlagen“, sagt er. Finale? Gewinnen? Dynamo? Kreuzer lächelt und klärt auf: „Spaß beiseite. Wir müssen nehmen, was kommt. Aber mir wäre ein Großer schon recht.“

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