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Auf Wilthens Hauptstraße wird es eng

Die Bauarbeiten sollen anderthalb Jahre dauern. Die Straße wird halbseitig gesperrt. Statt einer Ampel gibt es einen Ringverkehr.

Von Katja Schäfer

Jetzt wird’s ernst: Die lange angekündigten Bauarbeiten an der Zittauer Straße in Wilthen beginnen. Fast anderthalb Jahre lang wird an der Ortsdurchfahrt zwischen Hünlich-Straße und Kirschauer Brücke sowie Nebenstraßen gebaut. Dabei arbeiten Freistaat, Stadt, Abwasserzweckverband, Kreiswerke Wasserversorgung und die Enso als Gasversorger zusammen. Die Aufträge erhielt die Firma Bistra Bau aus Putzkau.

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Wann wird in welchem Abschnitt

der Zittauer gebaut?

Die Arbeiten beginnen am 22. April und sollen am 7. August 2015 enden. Dieses Jahr werden die Abwasserkanäle gebaut. Der eigentliche Straßenbau erfolgt nächstes Jahr. In der Woche nach Ostern geht es an zwei Stellen los. Eine Baukolonne arbeitet bis Ende Mai im unteren Bereich der Hünlich-Straße und in einem kleinen Abschnitt der Zittauer Straße. Die zweite Kolonne verlegt im Kapplerweg bis Mitte Juni Regen- und Schmutzwasserleitungen. Ab Anfang Juni wird dann an der Zittauer Straße zwischen Hünlich-Straße und Straße der Befreiung gebaut. Im nächsten Jahr werden in der Straße der Einheit, der Hermann-Matern- und der Lutherstraße sowie im Ebertweg Kanäle ausgewechselt.

Wie wird der Verkehr während der Bauarbeiten geregelt?

Auf Kapplerweg fahren ohnehin keine Autos. Der kleine Abschnitt im vorderen Bereich der Zittauer Straße wird vom 22. April bis Mitte Juni halbseitig gesperrt, der Verkehr per Ampel daran vorbei geleitet. Ab Juni bleibt dann der gesamte Abschnitt der Zittauer Straße zwischen Hünlich-Straße und Straße der Befreiung halbseitig gesperrt. Zugleich werden eine Umleitung und ein Ringverkehr eingerichtet, sodass keine Ampel nötig ist. Stadtauswärts rollen die Fahrzeuge auf der Zittauer Straße an der Baustelle vorbei; stadteinwärts müssen sie über die Straße der Befreiung und An der Aue fahren. Bis zur Bäckerei Thonig nahe der Ferdinandgasse darf die Straße der Befreiung in beide Richtungen befahren werden. Die Strecke zwischen Bäckerei und Barbara-Platz wird als Einbahnstraße ausgewiesen. Diese Regelung bleibt bis August 2015 bestehen; auch während der Baupause im Winter.

Wie erreichen Anwohner und

Firmen ihre Grundstücke?

Durch den Ringverkehr müssen Anwohner und anliegende Firmen zwar Umwege in Kauf nehmen. Aber sie erreichen ihre Grundstücke immer. „Wird unmittelbar vor der Einfahrt gebaut, können sie sich mit der Firma absprechen“, sagt Bürgermeister Michael Herfort (CDU). Er begrüßt die Lösung mit dem Ringverkehr: „Dadurch wird nie jemand komplett abgeschnitten. Die Weinbrennerei und die Härterei sind die ganze Zeit gut erreichbar; auch der Netto-Markt, der eine zweite Zufahrt über die Hermann-Matern-Straße hat.“ Für die Umleitungsstrecke will er eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h erreichen.

Wie wird die Zittauer Straße beim Ausbau gestaltet?

Die Fahrbahn wird ein Stück nach Norden verlegt. Auf der Südseite entsteht zwischen dem Schnellrestaurant und dem Abzweig zur Straße der Befreiung ein Geh- und Radweg. Die Bushaltestelle an der nördlichen Straßenseite wird 150 Meter nach Osten verlegt, weil die Situation am jetzigen Standort unübersichtlich ist. Künftig befindet sie sich neben der Einfahrt zur Härterei. Die Haltestelle an der Nordseite wird an gewohnter Stelle neu gestaltet.