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Auf zum Frühjahrsputz in die Heide

Natur. „Reenemachen“ im Forstrevier Langebrück ist morgen angesagt. Helfer werden übrigens nochgesucht und gebraucht.

Von Iris Schmidt

Langebrück. „Die Heide hat es wieder nötig“, sagt Revierförster Rüdiger Rolle über seinen Sprengel. Hier findet am Sonnabendvormittag wieder die Aktion „Saubere Heide“ statt. Der Mann, der nicht nur von Berufs wegen die Natur liebt, schaut sich um und findet beinahe auf jedem Parkplatz Müll, Abfall, Dreck. Der muss weg! Leider scheint es den Förstern und Waldarbeitern oft, dass sie gegen Windmühlenflügel kämpfen. Mancher Zeitgenosse meint, hier seinen Abfall preiswert entsorgen zu können. „Das ist wirklich ein Riesenproblem“, so Rolle. Das wissen auch die Mitglieder des Heimatschutzvereins von Langebrück und die vom Forsthof-Verein. Schließlich wohnen sie alle unmittelbar am Heiderand. In ihren Reihen entstand die Idee, doch den schon gut eingeführten und nicht nur von Hausfrauen geschätzten Frühjahrsputz wieder zu beleben. Denn die Waldarbeiter allein schaffen das einfach nicht, sind gerade jetzt mit Pflanzarbeiten gut beschäftigt.

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Einen Container voll Müll

Die Reviere Hofewiese und Langebrück werden geputzt. Rüdiger Rolle teilt die Leute ein, die sich der Natur so sehr verbunden fühlen, dass sie sie einer kosmetischen Behandlung unterziehen. Unter die Lupe werden der Arbeitslosenweg genommen, die Schneise fünf, der Gänsefuß und der Kannenhenkel – alles markante Wanderwege, die gern von Naturfreunden beschritten werden. Aber eben nicht nur von ihnen, sondern auch von Müll-Sündern. Pro Jahr beteiligen sich immer so 20 bis 30 Leute, weiß Revierförster Rolle. Dass die freiwilligen Helfer den Waldarbeitern die Arbeit wegnehmen, das befürchtet er nicht. „Im Gegenteil, wir sind sehr dankbar dafür, dass sich die Langebrücker Vereine hier so toll engagieren“, sagt Rolle. Er hofft, dass sich mit solchen Aktionen auch die Verbindung zur Natur, zur Dresdner Heide, festigt. „Es kommen verstärkt viele junge Leute“, sagt Rolle und erkennt besonders deren Einsatz an. Es werde das Gefühl für die Natur und den Wald gestärkt, ist sich Rolle sicher. Wer helfen möchte, daraus macht Rolle kein Hehl, muss sich auf einiges einstellen... „Bei ganz schlimmen Sachen, dann bücke ich mich“, sagt er vorbeugend. Schließlich will er die Helfer nicht verprellen. In jedem Fall sollten alle, die helfen möchten, festes Schuhwerk anziehen, Arbeitshandschuhe mitbringen und sich mit der Bekleidung auf das Wetter einstellen. Es werden auch noch Müllsäcke gebraucht. Bei dem Einsatz „Saubere Heide“ füllen die fleißigen freiwilligen Helfer alljährlich im Schnitt immer einen Sieben-Kubikmeter-Müll-Container. Wenn man bedenkt, dass sich die Jäger und Sammler auch nach kleinen Flaschen, Kronkorken und Papiertaschentüchern bücken, kann man den Wert dieser Arbeit erst richtig ermessen.

Jeder Helfer ist willkommen

Anne Wächter vom Landesverband Sächsischer Heimatschutz, Ortsgruppe Langebrück, bittet: „Wir freuen uns über jeden Helfer, der die Zeit erübrigen kann, kommt und mithilft“. Diese Aktion ist schon gute Tradition. Sie findet alljährlich im April statt.

Morgen, am 9. April, findet die Aktion „Saubere Heide – Sauberer Ort 2005“ in Langebrück statt. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Langebrücker Forsthaus in der Forststraße 6. Eingeplant sind drei Stunden. Von 9 bis 12 Uhr wird die Heide gereinigt.