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Görlitz

Auf zwei Beinen durch die Lausitz

Mehr als 200 Kilometer will eine Läuferschar gemeinsam nach Himmelfahrt zurücklegen.

Symbolbild
Symbolbild ©  dpa

Um die 50 Kilometer war Siegfried Buttler gerannt, als er am Abend des 27. Mai 2017 mit dem Tross des ersten Lausitzer-Seenland-Ultralaufs auf dem Gelände der Lausitzer Werkstätten im Gewerbegebiet Seidewinkel ankam. „Ich bin sowas von kaputt“, bilanzierte er die Aktion, bei der um die 30 Läufer eine 228 Kilometer lange Strecke zurückgelegt hatten – davon jeder so viel, wie er Lust und vor allem Kraft hatte. Sponsoren gaben für jeden einzelnen gelaufenen Kilometer Geld, das dem Förderverein der Lausitzer Werkstätten zugute kam. Die Spendensumme belief sich auf stolze 4 700 Euro.

Möglich, dass es „vielleicht in zwei Jahren“ eine Neuauflage geben werde, meinte Buttler damals. Nun ist er unter den Organisatoren des Lausitz-Ultralaufs. Am Freitag nach Himmelfahrt soll es losgehen. Wiederum steht eine mehr als 200 Kilometer lange Strecke an. Start und Ziel wird erneut das Werkstättengelände in Seidewinkel sein. Zuerst geht es von dort nach Welzow, dann nach Neuhausen. Über Spremberg erreicht man als nächste Station Boxberg, von wo Bautzen angesteuert werden soll. Weitere Etappenpunkte sind Crostwitz, Kamenz, Bernsdorf, Kleinkoschen und Geierswalde. Ungefähr binnen dreißig Stunden soll diese Runde bewältigt sein.

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Das ist die ausgemessene Route für den 31. Mai und den 1. Juni. 
Das ist die ausgemessene Route für den 31. Mai und den 1. Juni.  © Grafik: GPSies / A. Herwig

„Es gab eine gute Resonanz von allen, die dabei waren“, begründet Siegfried Buttler, warum der Aktion von 2017 nun eine Wiederholung folgt. Er ist Abteilungsleiter bei den Lausitzer Werkstätten und so etwas wie der Kopf von deren Laufsportgruppe, den Hoywoy Elsterflitzern. Dort hat unter anderem Andreas Herwig mit dem Laufen begonnen. Vor zwei Jahren legte er beim Seenland-Ultra 109 Kilometer in acht Etappen zurück. „Wirklich eine Qual war es ab Kilometer 80“, erinnert er sich. Die Erholungsphase hinterher habe gut vier Wochen gedauert. Doch auch er ist bei der Organisation der Neuauflage dabei.

Es gibt bereits eine minutiöse Planung inclusive der Zeiten für Pausen zum Beispiel an der neuen Kuhbrücke in Zerre, am Weißiger Schloss oder am Geierswalder See. Die Strecke ist inzwischen besichtigt, wobei Ultraläufer wie der Nardter Harry Skopi oder der Hoyerswerdaer Bernd Schwiebs geholfen haben. Das Motto der Aktion ist schließlich genau wie vor zwei Jahren „Laufen mit Freunden“. So gibt es dank Sponsoring wieder motorisierte Begleitung. Und auch der Hoyerswerdaer Mediziner Marcus Meixner hat zugesagt, erneut als Renn-Arzt dabei zu sein.

Geplant ist, die ersten 40 Kilometer jeweils in sechseinhalb Minuten zu absolvieren. Ab der Marathondistanz soll es dann mit einem Siebener-Schnitt „langsamer“ werden. Doch auf die Sekunde lässt sich ein Lauf dieser Dimension natürlich nicht vorausberechnen. Die äußeren Bedingungen dürften eine zentrale Rolle spielen. Vor zwei Jahren war es tagsüber brütend heiß und nachts empfindlich kalt. „Das hat einen echt ausgelaugt“, bilanzierte der Hoyerswerdaer Ultraläufer Thomas Kummer. Dennoch absolvierte er beim Seenland-Ultralauf sage und schreibe um die 160 Kilometer.

Wer Lust hat, einen Teil der Strecke mitzulaufen, kann sich unter [email protected] melden.

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