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Bautzen bringt vier Straßen in Ordnung

Anwohner in der Neustadt fordern schon länger Verbesserungen. Jetzt startet dort ein umfangreiches Bauprogramm.

Von David Berndt
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Die Albert-Schweitzer-Straße in Bautzen wird ab 2021 saniert. Danach sind drei weitere Straßen in der westlichen Neustadt an der Reihe.
Die Albert-Schweitzer-Straße in Bautzen wird ab 2021 saniert. Danach sind drei weitere Straßen in der westlichen Neustadt an der Reihe. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Die Straßen in Bautzens westlicher Neustadt haben es echt nötig. In der Adolf-Kolping-Straße sind die Gehwege unbefestigt, und in der Albert-Schweitzer-Straße kann von einer gleichmäßig durchgehenden Fahrbahndecke wahrlich keine Rede sein. Die Laternen in dieser Gegend stammen zum Teil noch aus DDR-Zeiten, was bei den Anwohnern vielleicht Nostalgie auslöst, aber die Wege nicht wirklich erhellt. 

Der Zustand der Straßen steht schon lange in der Kritik. Mehrfach haben Anwohner aus dem Viertel der Rathausspitze gegenüber ihrem Ärger Luft gemacht und gefordert, dass an den maroden Fahrbahnen endlich etwas passiert. 

Nun steht fest: In den nächsten Jahren wird die westliche Neustadt zum Baugebiet.  Albert-Schweitzer-, Dr.-Rohr-, Adolf-Kolping- und die Wilhelm-Fiebiger-Straße sind Bestandteile eines grundhaften Ausbaus, wozu auch die Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung gehört. Diesem Grundsatzbeschluss hat der Bautzener Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch zugestimmt – ohne Enthaltungen oder Nein-Stimmen.

Das Hoch- und Tiefbauamt der Stadt ist jetzt für die weiteren Planungen zuständig. Im Haushaltsjahr 2019/20 sind dafür rund 1,7 Millionen Euro vorgesehen. Klar ist, dass die Bauarbeiten in vier Abschnitten erfolgen, 2021 beginnen und drei Jahre später enden sollen. Falko Wendler, Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes, erklärte im Stadtrat, dass man weitestgehend im Bestand bleiben und größere Eingriffe in die Grünflächen vermeiden wolle.

Neue Leitungen und Laternen

Im gesamten Baugebiet bestehen die Fahrbahndecken „abschnittsweise aus Asphalt, Betonplatten mit Dünnschicht und einem Bereich mit Kleinpflaster“ und sind durch die Verkehrsbelastung beschädigt, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage. Gehwege sind teilweise unbefestigt und manche Gehwegplatten uneben. „Ein Befahren der Straßen mit dem Fahrrad und Rollstuhl erweist sich als äußerst beschwerlich“, heißt es weiter. Zudem sollen die Leitungen für Trink-, Regen- und Schmutzwasser sowie für Gas und Strom erneuert werden. Gleiches gilt für die Straßenbeleuchtung.

Zuerst ist die Albert-Schweitzer-Straße von der Dresdener bis zur Dr.-Rohr-Straße an der Reihe. Hier sollen die Gehwege und Straßen so breit bleiben, wie sie jetzt sind. Die Ränder der Grünflächen in Richtung Dresdener Straße sollen befestigt werden.

Im zweiten Bauabschnitt geht es um die Dr.-Rohr-Straße von der Dresdener bis zur Wilhelm-Fiebiger-Straße. Auch hier wird an der Straßenbreite nichts geändert. Das Parken am Fahrbahnrand soll weiterhin möglich sein.

Es folgt die Wilhelm-Fiebiger-Straße, die eine Einbahnstraße bleibt. In diesem dritten Bauabschnitt könnten auch die Gehwege aufgewertet werden, erklärte Falko Wendler. Der Abschnitt umfasst auch die Adolf-Kolping-Straße zwischen Wilhelm-Fiebiger- und Albert-Schweitzer-Straße.

Gehwege bleiben zu schmal

Zuletzt wird der Rest der Adolf-Kolping-Straße saniert. Die Stellplätze sollen erhalten bleiben. Die Gehwege auf beiden Seiten sind laut Vorschrift zwar zu schmal, aber das soll laut Amtsleiter so bleiben, denn ihr Ausbau auf etwa 2,50 Meter Breite sei ohne den Kauf von Grundstücken nicht möglich.

Wann genau die Bauarbeiten im kommenden Jahr starten, steht noch nicht fest. Ihre Vorbereitung sei aber in Auftrag gegeben worden. Die Arbeiten werden gemeinsam mit der Abwasserbeseitigung Bautzen sowie den Energie- und Wasserwerken durchgeführt.

Ob Leerrohre für künftige Glasfaserkabel und damit schnelleres Internet mit verlegt werden, müsse das Hoch- und Tiefbauamt noch prüfen. Die vier Straßen der westlichen Neustadt gehören allerdings nicht zum Gebiet des derzeit landkreisweit laufenden Breitbandausbaus. Für den hatte die Telekom den Zuschlag erhalten. Sie soll jetzt bezüglich der vier Straßen nochmal befragt werden. 

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