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Aufbaubank will Triebischtal nach Schlammflut helfen

Die SAB verspricht, in der nächsten Woche über das Antragsverfahren zu informieren.

Von Peter Anderson

Meißen. Es werde nicht sofort Geld geben, wie nach dem Junihochwasser 2013. Aber die Sächsische Aufbaubank habe den Opfern der Schlammflut im Triebischtal Hilfe in einem „vereinfachten Verfahren“ zugesagt. Das hat gestern Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke nach einem Besuch des Innenministeriums in Dresden gesagt. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen und wo es die Formulare dafür gibt, soll nächste Woche im Detail bekannt gegeben werden. Die Stadt selbst verhandelt zudem mit dem Landesstraßenbauamt über den Wiederaufbau der zerstörten Straßen im Triebischtal. Mit dem Landesumweltamt gebe es Kontakte, wie die Gewässer im Schlammgebiet nachhaltig saniert werden könnten. Offen sei derzeit noch, welche Hilfe Meißen für die Schäden an der Triebischtalschule, der Kita Zwergenmühle und dem Sportplatz Juteplan zu erwarten habe. Allein die Kosten für den ruinierten Kunstrasenplatz des SV Fortschritt Meißen-West dürften sich auf mehr als eine halbe Million Euro belaufen.

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In die laufenden Verhandlungen mischt sich Kritik über das von vielen Betroffenen als zu kompliziert eingestufte Antragsverfahren für Hilfsgelder aus dem Hochwasserfonds 2013. „Viele haben bis heute noch keinen Euro bekommen. Das gilt auch für den Landkreis Meißen“, schreibt der Zehrener Ingo Kaiser auf der Meißner SZ-Facebook-Seite. Das Diakonische Werk in Sachsen weist darauf hin, dass vielerorts vor allem bei Privatleuten die Schäden ein Jahr nach dem Hochwasser nicht behoben seien. Auch viele Kleinunternehmen würden weiterhin um ihre Existenz ringen. „Sie sind zermürbt von äußerst aufwendigen und bürokratischen Anträgen auf Unterstützung durch die Sächsische Aufbaubank“, heißt es in einer Mitteilung. Die Diakonie stelle deshalb zusätzlich drei Mitarbeiter ein, die von Haus zu Haus gingen, um die Menschen zu beraten und zu ermutigen, staatliches Geld in Anspruch zu nehmen, sagt Friedhelm Fürst, kaufmännischer Vorstand der Diakonie Sachsen.