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Auffällig: Betrunkene und rasende Damen am Steuer

Radeberg. Dass das schwache Geschlecht in Wirklichkeit das starke ist, weiß man inzwischen längst. Dass es auch das frechere ist, haben die Beamten des Polizeireviers Radeberg in der vergangenen Woche beobachten müssen.`Gleich mehrmals haben sie auf ihren Streifgängen weibliche Übeltäter erwischt.

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Von Birgit Andert

Radeberg. Dass das schwache Geschlecht in Wirklichkeit das starke ist, weiß man inzwischen längst. Dass es auch das frechere ist, haben die Beamten des Polizeireviers Radeberg in der vergangenen Woche beobachten müssen.`Gleich mehrmals haben sie auf ihren Streifgängen weibliche Übeltäter erwischt. „Auch Frauen rasen, und auch Frauen saufen“, kommentierte Dieter Arnold, stellvertretender Leiter des Radeberger Reviers, im Polizeigespräch lächelnd.

Raserin

So ging ihnen am Montag bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der Radeberger Straße in der Ortslage Arnsdorf eine Dame mit 93 km/h in die Laserfalle. Für die 40 km/h über der dort erlaubten Geschwindigkeit muss die Verkehrssünderin jetzt mit einer Geldstrafe in Höhe von 100 Euro, drei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen.

Trunkene

Zu Fuß wird künftig auch die Dame gehen müssen, die am Freitag gegen 23.25 Uhr von Kleinwolmsdorf in Richtung Radeberg unterwegs war und 200 Meter vor dem Ortseingangsschild die Kontrolle über ihr Auto verlor. In einer Linkskurve ist sie nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, bis ihr ein Baum die Weiterfahrt versperrte. Ein Alkoholtest bei der Verunfallten ergab 1,66 Promille, sie kam jedoch unverletzt mit dem Schreck und einem Totalschaden am Auto davon. Der Führerschein wurde ihr sofort entzogen und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Trunkener

Etwas über den Durst muss auch der Fahrradfahrer getrunken haben, der ebenfalls am Freitag in den Abendstunden auf der Bebelstraße in Radeberg von seinem Drahtesel kippte. Der Gestürzte hatte einen Alkoholgehalt von 1,46 Promille.

Tierschützer

Neben Alkohol sind auch Rehe immer wieder der Grund für Autounfälle. In der vergangenen Woche war in sechs von insgesamt 35 Unfällen Wild beteiligt. So auch am Donnerstag gegen 22.35 Uhr, als es in Ullersdorf auf der Ortsverbindungsstraße nach Großerkmannsdorf zu einem Unfall kam. „Das verunfallte Reh lebte noch, als unsere Beamten eintrafen“, erzählt Dieter Arnold. Und weil auch Polizisten nach dem Tierschutzgesetz handeln müssen, wurde es mit der Dienstwaffe weidgerecht getötet.

Bei den 35 Unfällen wurden fünf Personen leicht, eine Person schwer verletzt. Drei Unfallverursacher begingen Fahrerflucht. Mit 13 Unfällen war die Nacht von Freitag zu Sonnabend ein Schwerpunkt.

Bastler

Dass den Deutschen ihr liebstes Spielzeug in genau dieser Funktion zum Verhängnis werden kann, zeigt der Fall eines BMW-Fahrers, der sich selbst ein Sportlenkrad und einen Sportluftfilter eingebaut hatte. „Technische Änderungen am eigenen Auto müssen von einem Fachmann abgenommen werden“, erklärt Arnold. „Sonst erlischt die Betriebserlaubnis.“ Da der BMW-Fahrer bei einer Verkehrskontrolle in Radeberg keine Prüfbescheinigung vorweisen konnte, muss er nun mit einer Geldbuße und einer Eintragung in Flensburg rechnen. „Wer sich zum Beispiel selbst ein Lenkrad einbaut, tut das vielleicht unsachgemäß und hält es dann bei der nächsten scharfen Bremsung in der Hand“, erklärt Arnold den Grund für die technische Abnahme.

Sprayer

Kein Bastler, sondern ein Sprayer hat sich in der vergangenen Woche in Feldschlößchen verewigen wollen. An einem leer stehenden Gebäude der Dr.-Willmar-Schwabeschen Heimstättenstiftung hat er einen Graffiti-Schriftzug angebracht. Der Tatverdächtige ist inzwischen ermittelt worden.