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Auffälligkeiten nehmen zu

Kitas und Hort in Waldhufen fragen, wie zufrieden Eltern mit den Angeboten sind. Die haben diverse Anregungen.

Von Alexander Kempf

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Dieser Satz lässt aufhorchen. Laut Monika Kynast häufen sich die Auffälligkeiten bei Jungen und Mädchen in den Kindertagesstätten der Gemeinde Waldhufen. Wieso das so ist, kann am Donnerstagabend in der Gemeinderatssitzung in Nieder Seifersdorf nicht geklärt werden. Monika Kynast deutet aber an, dass auch die Erzieherinnen immer öfter überfordert sind. Der Beruf verlange mittlerweile sehr viel Heimarbeit von den Frauen. In ihrer Freizeit müssen sie Dinge vorbereiten und nachbereiten. „In der Arbeitszeit ist das nicht mehr zu schaffen“, sagt Monika Kynast offen.

Vielleicht, weil sie sich viel in ihrer Freizeit für ihre Arbeit aufopfern, erhalten die Erzieherinnen von den Eltern dennoch ein gutes Zeugnis. Das geht zumindest aus einer Befragung hervor, die Monika Kynast und Heike Wenzel den Gemeinderäten präsentieren. Die Eltern der Kinder in Hort und den Kitas haben die Angebote nach verschiedenen Kriterien bewertet.

Die Stimmung ist demnach positiv. Aber die Eltern übersehen auch nicht, dass an vielen Stellen investiert werden müsste. So werden etwa kaputte Fenster in Jänkendorf moniert oder die teils alte Ausstattung kritisiert. Auch über den zu weit entfernten Spielplatz ohne Toilette sind einzelne Eltern in Jänkendorf nicht glücklich. Am meisten beschäftigt Mama und Papa aber offensichtlich, dass es nicht genügend Erzieherinnen gibt. „Ein immer wiederkehrendes Problem ist der Personalmangel“, sagt Monika Kynast.

Die Erzieherinnen finden pragmatische Lösungen. Kitas und Hort helfen sich im Ernstfall gegenseitig aus. Das provoziert zuweilen Kritik. Denn die Eltern wünschen sich, dass das Personal, wenn möglich, nicht wechselt. Dagegen hätte auch der Bürgermeister sicher nichts einzuwenden. Doch die Personalkasten für die 25 Mitarbeiter seien schon jetzt einer der größten Posten im Haushalt, zeigt Horst Brückner auf. Der ständige Erzieher sei schlicht nicht zu finanzieren. Denn seit das Land Sachsen die Kita-Plätze pauschal und nicht mehr prozentual bezuschusse, sei der Eigenanteil der Gemeinde stetig gestiegen. Horst Brückner hofft daher auf Verständnis und Kommunikation.

Weil einige Eltern sich Englisch wünschen, will Monika Kynast demnächst erfragen, was die Eltern bereit wären, dafür zu zahlen. Angesichts vieler Sprachauffälligkeiten wirbt sie aber zunächst für das Erlernen der deutschen Sprache.

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