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Aufregung um stilles Örtchen

Die öffentliche Toilette der Stadt Königstein wurde verstopft. Nicht nur für Touristen ist das ein äußerst dringliches Problem.

Von Ines Mallek-Klein

Königstein hat eine öffentliche Toilette. Die liegt zentral in der Stadt, ist gut zu erreichen, egal ob die Touristen zu Fuß, mit dem Auto, mit dem Rad oder der Fähre kommen. Doch seit einiger Zeit gibt es ein Problem mit dem stillen Örtchen. Augenzeugen berichten von Gästen, die sich vor und nicht in der Toilette erleichtern. Ein unhaltbarer Zustand, darüber sind sich alle Stadträte einig, die bei ihrer letzten Sitzung am Montag dieser Woche auch dieses dringliche Thema ansprachen.

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Bürgermeister Frieder Haase (parteilos) erklärte die Hintergründe. Die Toilette ist verstopft. Randalierer hatten am vorigen Wochenende in dem Gebäude gewütet. Es gibt einen dringenden Tatverdacht, aber noch sind die Verursacher nicht überführt.

Bisher hatte der Kioskbetreiber auf dem Reißigerplatz die Toilette gepachtet und betreut. Dann kamen das Hochwasser und eine neue Gesetzlage. Letztere entbindet den Gastronomen davon, für seine Gäste sanitäre Einrichtungen vorhalten zu müssen. „Der Pachtvertrag wurde nach dem Hochwasser im Juni 2013 nicht weitergeführt“, sagt Bürgermeister Haase. Damit ist das Gebäude die meiste Zeit des Tages sich selbst überlassen und eben auch ein leichtes Opfer für Vandalen.

Die Stadtverwaltung hat bereits eine Idee. Die Verpachtung der Toilette soll neu ausgeschrieben werden. „Wir hoffen, jemanden zu finden, der regelmäßig vor Ort sein kann“, so Haase. Das sei im Sinne der Sauberkeit, würde aber auch Randalierer abschrecken. Die Ausschreibung soll bereits im nächsten Amtsblatt der Stadt Königstein erfolgen. Man wolle schnell handeln, schließlich beginnt die Saison gerade, und die Gäste hätten einen Anspruch auf saubere sanitäre Anlagen.