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Aufwind im Gewerbegebiet

In diesem Jahr wird das Technikzentrum der Baywa eingeweiht. Die Fensterbaufirma Trefz erweitert sich.

© Dietmar Thomas

Von Sylvia Jentzsch

Großweitzschen. Es tut sich was im Mockritzer Gewerbegebiet in der Gemeinde Großweitzschen. Im vergangenen Jahr zog die Firma Polenz in ihr neu gebautes Objekt ein. Im Juli war Spatenstich für das Technikzentrum der Baywa, das im Juni dieses Jahres eröffnet werden soll. Im Dezember stellte die Trefz Grundstücksbeteiligungs GmbH einen Bauantrag für die Erweiterung der bisherigen Firma.

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Die Fensterbaufirma Trefz will sich vergrößern. Entstehen soll ein 1 000 Quadratmeter großer Hallenanbau an das bereits vorhandene Gebäude. Auf 400 Quadratmetern wird die Produktion von Fenster und Türen erweitert. 600 Quadratmeter will die Firma als überdachtes Lager nutzen. Gibt es grünes Licht von der Bauaufsichtsbehörde des Landkreises, soll mit dem Bau begonnen werden.

Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos) kann Interessierten nun wieder ein 3,5 Hektar großes Grundstück anbieten. Das hatte sich bis Mitte vergangenen Jahres ein möglicher Investor reservieren lassen. „Die Absicht des Kaufes wurde nicht aufrechterhalten, deshalb steht es jetzt wieder zur Verfügung“, so der Bürgermeister. Außerdem stehe eine kleinere Restfläche von einem halben Hektar zwischen den Firmen Polenz und HG-Logistik zum Verkauf. „Es gibt immer wieder Nachfragen. Wir werden auf die Bedürfnisse der Investoren reagieren und auch kleinere Flächen anbieten. Zwei Transportunternehmen haben bereits ihr Interesse bekundet“, sagte Ulrich Fleischer.

Wieder auf Kurs

Die Firma Nico-Fahrzeugteile ist ebenfalls wieder auf Kurs, nachdem die Unternehmensgruppe Anfang 2014 in eine wirtschaftliche Schieflage geraten war. Der Stammsitz des Unternehmens wurde im vergangenen Jahr im Rahmen der Sanierung von Baden-Württemberg nach Sachsen in das Mockritzer Gewerbegebiet verlegt. Geschäftsführer Markus Rütz ist zuversichtlich, dass sich im ersten Quartal dieses Jahres eine Lösung abzeichnet. Er will das Unternehmen teilweise neu ausrichten.

Die Hämmerling-Group, die sich im Jahr 2012 im Gewerbegebiet angesiedelte, investierte insgesamt mehr als zwei Millionen Euro in den Bau eines Logistikzentrums und vermietet dieses an ihre Tochterfirma HG-Logistic. Das Unternehmen hat ein weiteres Grundstück mit einer Größe von 5 500 Quadratmetern erworben. Dieses hatte sie beim Kauf des ersten Grundstücks bereits reservieren lassen.

Die größte Fläche im Gewerbegebiet ist ein Solarpark. Mitte Februar 2012 begann der Bau der etwa 40 Fußballfelder großen Photovoltaikanlage der Firma Enerparc AG. Über 15 Millionen Euro investiert die Firma mit Hauptsitz in Hamburg in das Mockritzer Projekt. Insgesamt wurden rund 45 000 Module auf einer Fläche von rund 18 Hektar aufgebaut. Mit dem gewonnenen Strom können rund 3 000 Haushalte versorgt werden.

Das Gewerbegebiet ist in der Zeit von 1993 bis 1996 erschlossen worden. Zu den ersten Firmen, die sich ansiedelten, gehörten die Firma Auto-Enge GmbH im Jahr 1994, die FG Frischwaren GmbH (1995), die Nico-Fahrzeugteile GmbH (1996) und die Fensterfabrik Trefz (1996). Die Wesag Westsächsische Energie AG baute 1997 das Servicezentrum von Mitnetz Strom. Im selben Jahr änderte sich auch vieles an der zweiten Abfahrt ins Gewerbegebiet von Döbeln kommend. Das Mc Donalds-Restaurant und die Truck- Stop-Muldental Tankstelle Elf wurden gebaut.

1998 siedelte sich die Firma MBB an, in deren Firmengebäude nach der Insolvenz der japanische Autozulieferer Takata eingezogen ist. Dann blieb es lange ruhig um das Gewerbegebiet.