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Augenmaß ist nötig

Peter Heimann über die schwarz-rote Energiewende 2.0

Das Gesetz, das die erneuerbaren Energien förderte, war erfolgreicher als seine rot-grünen Erfinder erhofften. Inzwischen decken wir bereits ein Viertel unseres Bedarfs mit Ökostrom. Weil die Regelung aber nur die Einführung neuer Technologien an sich begünstigte, nicht aber sinnvolle Standorte oder Netzanbindung, wurde die eigentliche Förderung zu schnell viel zu teuer und führte zu allerlei Absurditäten. Deswegen ist eine Korrektur notwendig – und zwar eine mit Augenmaß. Das ist angesichts der Komplexität der Materie nicht so einfach, wie es die Lobbyisten aller Seiten weismachen wollen.

Mehreres muss so ins Lot gebracht werden, dass Kernenergie abgelöst werden kann und Strom dennoch bezahlbar bleibt, dass Energie jederzeit sicher vorhanden ist und industrielle Arbeitsplätze nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, dass Sonne und Wind effektiv genutzt werden, aber der daraus erzeugte Strom auch benötigt wird. All dies wird man nicht optimal synchronisieren können. Wie immer bei Veränderungen gibt es Gewinner – aber auch Verlierer. Dennoch: Gabriels Blaupause scheint zumindest geeignet, eine ordentliche Grundlage der Energiewende 2.0 zu liefern.

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Freilich ist manches – etwa die Kosten für einige besonders energieintensive Unternehmen – noch nicht gänzlich klar. Auch weiß niemand, wie der Sommer wird, der Einfluss auf die EEG-Umlage haben wird. Aber selbst wenn das eine oder andere des neuen EEG nicht klappt wie vorausgedacht, geht die Welt nicht unter. Dann muss man es eben korrigieren.