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Aus Bahntrasse soll Radweg werden

Harthas Stadträte haben einstimmig für die Entwidmung der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Waldheim und Rochlitz auf dem Abschnitt zwischen Hartha und Rochlitz gestimmt. Das wurde notwendig, weil auf dem rund 16 Kilometer langen Teilabschnitt ein Radweg entstehen soll.

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Von Bärbel Schumann

Harthas Stadträte haben einstimmig für die Entwidmung der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Waldheim und Rochlitz auf dem Abschnitt zwischen Hartha und Rochlitz gestimmt. Das wurde notwendig, weil auf dem rund 16 Kilometer langen Teilabschnitt ein Radweg entstehen soll.

Berechtigte Forderung

Die Initiative für die Entstehung der überregionalen Radwegstrecke kommt von der Stadt Geringswalde. Bürgermeister Thomas Arnold (Freie Wähler) hatte die Idee dazu bereits im Vorjahr. „Ich fahre leidenschaftlich Rad. Die längsten Strecken habe ich 2005 und 2004 bis zur Ostsee zurückgelegt“, erzählt er. Er wisse aus zahlreichen Gesprächen mit Einwohnern seiner Stadt, dass viele gern auch mit dem Rad in die Region Hartha zur Arbeit oder in der Freizeit fahren würden. „Doch entlang der viel befahrenen Bundesstraße, die beide Städte verbindet, lehnen das fast alle aus Sicherheitsgründen ab“, erklärt Thomas Arnold.

Der Geringswalder Bürgermeister ist sich sicher, dass mancher Schüler – sofern es einen Radweg zwischen beiden Städten gebe – auch mit dem Rad nach Hartha zur Schule fahren würde. Der Weg könnte ebenso ans Geringswalder Freibad führen, das gern von Harthaern besucht würde. Die Region könnte durch den Radweg auch eine touristische Aufwertung bekommen.

Projekt für Städtebund

Thomas Arnold glaubt daran, dass der Radweg nicht nur zwischen Geringswalde und Hartha angenommen würde. „Es bietet sich sogar an, damit eine Verbindung zwischen den bestehenden Radwegen im Zschopau- und Muldental herzustellen“, sagt Arnold.

Er ist der Meinung, dass der Radweg ein prima Projekt für den Städtebund Sachsenkreuz sei. „Das wäre dann für die Bürger etwas richtig reales, was eine Zusammenarbeit zwischen den Städten bewerkstelligen könnte“, erklärt das Stadtoberhaupt. Arnold will deshalb das Vorhaben zur Städtebundangelegenheit machen. Ziel müsse es zuerst sein, ein versiertes Ingenieurbüro mit einer Studie zu beauftragen.

Harthas Stadträte beführworten das Projekt. Christian Zimmermann (CDU) ist der Meinung, dass dies eine gute Verbindung zwischen den Städten sei und die Kinder auch gefahrlos ins Geringswalder Freibad radeln könnten. Renate Schröter (Freie Wähler) gibt dem Projekt eine reale Chance. Zudem würde die Region damit touristisch aufgewertet.