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Aus der "Erbse" wird die "Magnolie"

In Zittau gibt es seit heute ein neues Bistro - an einem gastronomisch bekanntem Standort.

Wioleta Marynicz-Hoch (vorn) in ihrem neuen Bistro-Café "Magnolie" auf der Franz-Könitzer-Straße in Zittau.
Wioleta Marynicz-Hoch (vorn) in ihrem neuen Bistro-Café "Magnolie" auf der Franz-Könitzer-Straße in Zittau. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Magnolien sorgen jedes Frühjahr für einen Farbenrausch im Garten. Auch die "Magnolie" in der Franz-Könitzer-Straße in Zittau ist bunt - wenn auch nicht in gärtnerischer, sondern gastronomischer Sicht. Denn bei dieser "Magnolie" handelt es sich um kein Ziergehölz, es ist ein neues Bistro - an einem gastronomisch bekannten Standort. 

In den Räumlichkeiten befand sich bis vor wenigen Wochen die "Erbse". Nach 16 Jahren haben deren Betreiber Roland Schaffer und Heidrun Alisch den Betrieb der kleinen Gaststätte altersbedingt aufgegeben. Mit den langjährigen Gästen wollten sie eigentlich noch Abschied feiern - doch die Corona-Pandemie verhinderte das. So endete die Geschichte dieser Zittauer gastronomischen "Institution" ziemlich sang- und klanglos.

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Kleiner Imbiss und viele Kaffeespezialitäten

Zumindest für die Räume fand sich eine neue Betreiberin: Wioleta Marynicz-Hoch. Sie will einiges anders machen. So handelt es sich bei der "Magnolie" um ein Bistro-Café. Es gibt zwar einen kleinen Imbiss, doch der Schwerpunkt liegt auf Kaffeespezialitäten. Sie bietet beispielsweise das sogenannte Thailand-Eis an. Das gebe es bisher nur an zwei Stellen in Deutschland - sie sei die dritte, erklärt Wioleta Marynicz-Hoch.

In Sachen Imbiss soll es auch ein paar Spezialitäten aus ihrem Heimatland Polen geben, sagt die Betreiberin der "Magnolie". Dazu gehören Pierogi, Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen - von herzhaft bis süß - sowie das polnische Nationalgericht Bigos, ein Sauerkrautgericht mit Fleisch. Das Imbissangebot soll täglich etwas variieren, kündigt die 35-Jährige an.

Das Hauptgeschäft erwartet die Betreiberin am Nachmittag. Aus diesem Grund öffnet die "Magnolie" auch zu anderen Zeiten als die "Erbse". Während die Gäste in der "Erbse" erst ab dem späten Nachmittag einkehren konnten, ist das neue Bistro-Cafe schon ab 12 Uhr offen - und das sechs Tage die Woche (außer montags). 20 Uhr soll dann Schluss sein, sagt Wioleta Marynicz-Hoch.

Neuling in der Gastronomie

Zu ihrer neuen Tätigkeit kam die gebürtige Polin, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt, zufällig. In der Gastronomie hat sie bisher keine Erfahrung. Vielmehr betrieb sie eine Gärtnerei in Pethau auf dem früheren LPG-Gelände. Der "Erbse"-Wirtin Heidrun Alisch ging es genauso. Auch sie hatte vorher noch nie ein Lokal geführt, als sie 2004 die "Erbse" eröffnete. Nach diversen ABM-Stellen stand sie damals auf der Straße und wagte den Sprung in die Gastronomie. Es wurde eine Erfolgsgeschichte - im Internet findet sich von Gästen viel Lob für die "Erbse" und ihre Wirtin.

In der Gärtnerei kann sie nicht mehr arbeiten, erklärt Wioleta Marynicz-Hoch. Die 35-Jährige suchte deshalb nach einer Tätigkeit und machte kurzerhand ihr Hobby zum Beruf. Denn sie liebe es, Kuchen zu backen. Über Bekannte wurde sie auf die Räumlichkeiten auf der Franz-Könitzer-Straße aufmerksam. Die mussten nur ein bisschen umgestaltet und neu dekoriert werden - und fertig war die "Magnolie". Heute öffnet sie das erste Mal.

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Den Namen "Erbse" wollte sie nicht weiterführen, da er in ihren Augen nicht zu einem Café passe, meint Wioleta Marynicz-Hoch. Dass sie das Bistro "Magnolie" taufe, hänge damit zusammen, erklärt sie, dass es sich dabei um ihre Lieblingspflanze handelt.

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