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Aus der Geschichte zur Gegenwart

Manfred Kegel, Mitglied des Kunstvereins Hoyerswerda, feierte am Samstag den 80. Geburtstag.

Manfred Kegel
Manfred Kegel © Archivfoto: Ralf Grunert

Von Martin Schmidt

Hoyerswerda. Zum Strom der Zuwanderer, die Mitte des vorigen Jahrhunderts aus allen Himmelsrichtungen in die Lausitz um Hoyerswerda kamen, um Arbeit und Wohnung zu finden, gehörte auch Manfred Kegel. Dem damals Achtzehnjährigen bot der Kleinbauernhof seiner Eltern in Pinnow bei Guben, wo er am 3. August 1939 geboren wurde, keine Berufs-Aussicht. In Hoyerswerda erlernte er den Beruf Betonbauer und studierte an der Ingenieurschule Cottbus Bau-Ingenieur.

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In seiner Freizeit besuchte er die Musikschule und vervollkommnete sein Musizieren auf dem Flügelhorn. Bei einem Wettbewerb in der damaligen Alfred-Scholz- Halle lernte er seine spätere Frau Barbara kennen. Mitte der 60er-Jahre fanden beide zum Freundeskreis der Künste und Literatur und dessen Gesprächen mit Schriftstellern und Künstlern. Manfred Kegel gehörte von Anfang an zu Gestaltern der Kleinen Galerie Hoyerswerda – heute im Lausitzer Seenland Klinikum fortgesetzt. Bei der Gründung des Hoyerswerdaer Oratorienchors gewann Kantor Johannes Leue Manfred Kegel als Sänger. Mit bewundernswerten Aufführungen der Chorwerke weltberühmter Komponisten begeistern seither Sängerinnen und Sänger des Oratorienchors ihr Publikum in nah und fern.

Seit 40 Jahren Bodendenkmalpfleger

Vor mehr vier Jahrzehnten begegnete Manfred Kegel dem leidenschaftlichen und fachlich erfahrenen ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger Heinz Trost (Hoyerswerda) und dem Archäologen Dr. Günter Wetzel (Cottbus). Deren stille, jedoch wichtige Tätigkeit faszinierte ihn. Seither bindet das Sammeln, Erfassen, Bestimmen von Bodendenkmalfunden vor allem in den Tagebauvorfeldern und deren Weitergabe an die Fachleute einen großen Teil seiner Zeit. Immer neue Kenntnisse zur Besiedlung der Lausitzen vor 10 000 und mehr Jahren wurden durch diese Funde gewonnen. Dies entspricht, sagen die Fachleute, dem Lesen eines Buches, das nur einmal möglich ist. Vor zwei Jahren wurde Manfred Kegel vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz mit der Silbernen Halbkugel, dem Deutschen Preis für Denkmalschutz, ausgezeichnet. Der Kunstverein und seine Freunde danken dem Jubilar für unzählige Anregungen und gratulieren herzlich.

Tageblatt schließt sich dem gern an!

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