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Aus der Irrenanstalt an den Strand

Angeliki Alexandri arbeitete fast zwei Jahre in Bonnies Ranch, zuletzt als Clubleiterin. Nach Pfingsten ist dennoch Schluss.

Getränke aus Flaschen, Schnaps aus dem Glas? Gibt es überall. Nur nicht in Bonnies Ranch in der Antonstraße 29. Für Partyverrückte gibt es Cocktails aus Infusionsbeuteln, Wodka in Spritzen serviert. Trotz des ausgefallenen Konzepts schließt die Location nun. Benannt ist sie nach einer echten Irrenanstalt, der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin, die von den Hauptstädtern Bonnies Ranch genannt wurde. Über Pfingsten, vom 6. bis zum 8. Juni, öffnet der Klub nun zum letzten Mal. Dann gibt es noch einmal viele Überraschungen für die Dresdner Partyverrückten. Spezielle Preise, freier Eintritt und Tänzerinnen, die nicht hinter, sondern Getränke auf der Theke ausschenken. Trotz vieler Besucher, die regelmäßig kamen, macht Bonnies Ranch vorerst dicht. Möglicherweise will der Betreiber in einer kleineren Location wiedereröffnen. „Die Räume hier waren einfach zu groß. Anfangs hatten wir täglich geöffnet, in der letzten Zeit aber nur noch fünf Tage in der Woche. Es kamen einfach zu wenige Leute“, sagt Angeliki Alexandri.

Die 29-Jährige hat im Oktober 2012 als Kellnerin im Klub angefangen, zuletzt leitete sie den Laden der Event- und Entertainment GmbH, war auch für die Veranstaltungsplanung verantwortlich. Die gebürtige Griechin, die seit 2000 in Dresden lebt, wird nun als Geschäftsführerin im Purobeach an der Leipziger Straße weitermachen, wo sie schon jetzt zeitweise arbeitet.

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Noch ein paar Jahre will Angeliki Alexandri im Event-Bereich bleiben. Dann will sie wieder ihren gelernten Beruf als Physiotherapeutin ausüben. „Ich arbeite seit Jahren in der Gastronomie. Irgendwann geht das auf den Körper.“ Der Abschied von Bonnies Ranch fällt ihr dennoch schwer. „Wir hatten viele Stammgäste, egal ob Jung oder Alt. Vor allem an die Junggesellenabschiede erinnere ich mich sehr gern, die waren immer besonders lustig bei uns.“ (uki)