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Aus für Labyrinth-Pläne an der Elbe

Künstler Reinhard Zabka hatte Großes vor. Der Skulpturengarten sollte einen ganzen Monat stehen. Doch daraus wird nun nichts.

Reinhard Zabka kann sein Labyrinth in diesem Jahr nicht aufbauen.
Reinhard Zabka kann sein Labyrinth in diesem Jahr nicht aufbauen. © Norbert Millauer

Radebeul. Das feurige Finale, bei dem das große Holzlabyrinth auf der Elbwiese in Flammen aufgeht, gehört zum Radebeuler Weinfest für viele fest dazu, so wie die Stände der Winzer und die vielen Straßenkünstler, die beim Internationalen Wandertheaterfestival gastieren. Zum 20. Mal zimmerte das Team um Künstler und Lügenmuseumsleiter Reinhard Zabka den riesigen Skulpturengarten 2019 zusammen.

Auch in diesem Jahr sollte es ein Labyrinth an der Elbe geben. Trotz Corona und der Umorganisation des Weinfestes, das dieses Mal nicht nur in Kötzschenbroda, sondern im gesamten Stadtgebiet gefeiert wird, damit sich die Menschenmassen verteilen. Zabka hatte große Pläne: Die begehbare Kunstinstallation sollte nicht nur wie sonst ein verlängertes Wochenende, sondern gleich einen ganzen Monat stehen. Ende August war als Starttermin für den Aufbau geplant.

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Ein öffentlicher Raum sollte dort entstehen, in dem nicht nur Künstler ihre Werke zeigen, sondern auch Schulgruppen, Initiativen und Vereine sich präsentieren können. Performances, Feiern, Ausstellungen, Lesungen, Tanzvorstellungen – all so etwas schwebte Reinhard Zabka vor. Unter freiem Himmel und mit genügend Platz zum Abstandhalten sollte das trotz Corona gut funktionieren. Auch Fördermittel konnte der Chef des Lügenmuseums schon eintreiben.

Doch am Freitagmittag kam die schlechte Nachricht aus dem Radebeuler Kulturamt: Das Labyrinth wird nicht aufgebaut. Wahrscheinlich machen Sicherheitsbedenken den Plänen von Zabka einen Strich durch die Rechnung.

 Denn anders als zum Weinfest, wo der Skulpturengarten nur wenige Tage steht und das Gelände bewacht wird, wäre der Bau nun auch längere Zeit, vor allem in den Nächten, unbeobachtet. Wie kann sichergestellt werden, dass dort niemand sein Unwesen treibt oder dass neugierige Kinder darauf klettern und sich verletzen? Und wer würde dann die Haftung übernehmen? 

Diese Fragen haben jetzt mutmaßlich dazu geführt, dass es das Labyrinth doch nicht geben wird.

Ein Ersatz ist aber trotzdem geplant. Genaue Details stehen noch nicht fest, heißt es aus dem Kulturamt. Es soll aber ein gemeinsames Projekt mit Reinhard Zabka geben.

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