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Aus für Pannen-ICE

Chemnitz - Auf der Sachsen-Franken-Magistrale (Görlitz- Dresden-Nürnberg) werden vorerst definitiv keine Diesel-ICE der Baureihe 605 fahren. Vom Fahrplanwechsel Mitte Dezember an werden zunächst Nahverkehrstriebwagen...

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dpa

Chemnitz - Auf der Sachsen-Franken-Magistrale (Görlitz- Dresden-Nürnberg) werden vorerst definitiv keine Diesel-ICE der Baureihe 605 fahren. Vom Fahrplanwechsel Mitte Dezember an werden zunächst Nahverkehrstriebwagen der Baureihe 612 eingesetzt, sagte Bahnsprecherin Kerstin Eckstein am Montag der dpa. Von diesen Plänen weiß der Hersteller der Diesel-ICE, Siemens Transportation Erlangen, nach eigenen Angaben nichts. "Wir haben bereits 16 der 19 Züge mit modifizierten Achsen umgerüstet", sagte Unternehmens-Sprecher Bernd Edelmann der dpa.

Aus Sicht des Herstellers könnten die Züge damit ab Fahrplanwechsel wieder vollständig mit Neigetechnik eingesetzt werden. Die Diesel-ICE hatten seit Einführung im Juni 2001 mehrfach durch Pannen für Verspätungen und Ausfälle gesorgt. Nach den Imageschaden überlegte die Bahnspitze schon seit geraumer Zeit, sich endgültig von den Diesel-ICE zu trennen. Nach Achsbruch und Entgleisung eines ICE im Dezember 2002 wurden die Triebwagen auf Anordnung des Eisenbahnbundesamt (Bonn) zeitweilig stillgelegt.

Ob die Diesel-ICE jemals wieder zum Einsatz kommen könnten, konnte Eckstein nicht sagen. Nun sollen die bis zum vergangenen Wochenende im Ersatzverkehr zwischen Chemnitz und Nürnberg verkehrenden Regionalfahrzeuge aufgewertet und etwa für Catering und Platzreservierung nachgerüstet werden, hieß es. Mit Wochenbeginn im Einsatz sind die gut zehn Jahre alten Regionltriebwagen der Baureihe 610, die nach einem Unfall im August derzeit nur noch ohne Neigetechnik fahren dürfen, bestätigte Eckstein.