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Aus Schülern werden Reporter

„Immer nur Unterricht aus dem Lehrbuch, das ist doch weltfremd.“ Elke Soltysiak, die Lehrerin am Nossener Geschwister-Scholl-Gymnasium, startete gestern mit der Klasse 8/1 ins Projekt „Schüler & Zeitung“....

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Von Jürgen Müller

„Immer nur Unterricht aus dem Lehrbuch, das ist doch weltfremd.“ Elke Soltysiak, die Lehrerin am Nossener Geschwister-Scholl-Gymnasium, startete gestern mit der Klasse 8/1 ins Projekt „Schüler & Zeitung“. Bis zum 5. Dezember wird die Sächsische Zeitung bei diesen Schülern mit auf der Schulbank liegen.

Zeitunglesen gehört in den Familien der meisten Schüler zum Alltag. Bei mehr als der Hälfte dieser Mädchen und Jungen steckt die SZ zu Hause im Briefkasten. Was für die Eltern ganz normal ist, ist es offensichtlich auch für ihre Kinder. Einige der Achtklässler jedenfalls hoben gestern die Hände, als sie gefragt wurden, wer von ihnen die Zeitung liest. Der Sport, die Jugendseite, der Lokalteil, das Fernsehprogramm gehören zur bevorzugten Lektüre. Bis zum 5. Dezember beteiligen sich im Landkreis Meißen insgesamt neun Klassen mit 165 Schülern an dem von Sachsenmilch geförderten Projekt. Aus der Region Meißen sind das neben den Nossenern die Klasse 8a der Mittelschule St. Afra Meißen, die Klassen 9H und 10 H der Förderschule für Lernbehinderte Meißen und die 9c aus der Mittelschule in Lommatzsch. In den nächsten Wochen wird es an den fünf am Projekt teilnehmenden Schulen viele Fragen rund ums Thema Zeitung geben: Wie kommen die Fotos in die Zeitung? Wie wird man Redakteur? Wie sieht die Arbeit in der Lokalredaktion aus? Woher kommen die Nachrichten? Was sind Freie? Wie können sich Druckfehler einschleichen? Wer trägt die Zeitung aus?

Der Redaktion über

die Schulter schauen

Zeitunglesen soll vor allem Spaß machen und Interesse für das aktuelle Tagesgeschehen bei den Schülern wecken. Diese werden aber auch selbst zum Redakteur, werden auf Recherche gehen, Texte verfassen, Fotos machen. Besonders stolz sind die Schüler auf ihre Presseausweise, die ihnen von der Sächsischen Zeitung für die Projekttage zur Verfügung gestellt wurden und mit denen sie sich legitimieren können. „Die Schüler sollen die Zeitung nicht nur kritisch lesen, sondern sich auch eine Meinung bilden und diese wiedergeben“, sagt Elke Soltysiak. Bereits im vergangenen Jahr hat sie mit einer 9. Klasse am Projekt „Schüler und Zeitung“ teilgenommen. Die teilnehmenden Klassen können auch einen Besuch in der Redaktion vereinbaren und sich vor Ort überzeugen, wie eine Zeitung gemacht wird.

Nach dem gestrigen Auftakt warten die Lokalredaktionen in Meißen und Radebeul gespannt auf die Beiträge und Fotos aller Projektklassen. Die besten Artikel und originellsten Klassenfotos werden ausgezeichnet, Partner Sachsenmilch stiftet ebenfalls zahlreiche Preise.