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Aus voller Kehle

Dass die Hoyerswerdaer gern singen, wurde am Samstag bei der 3. MitSingeNacht der LebensRäume-Genossenschaft deutlich.

Die Bänke zur MitSingeNacht waren gut gefüllt. Hoyerswerdaer und auswärtige Besucher sangen Schlager, Pop, Rock, Kinderlieder und Volksweisen.
Die Bänke zur MitSingeNacht waren gut gefüllt. Hoyerswerdaer und auswärtige Besucher sangen Schlager, Pop, Rock, Kinderlieder und Volksweisen. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Wenn Hoyerswerda singt, dann lass dich ruhig nieder. Nach diesem abgewandelten Sprichwort handelten am Samstag zur 3. MitSingeNacht der Wohnungsgenossenschaft LebensRäume viele junge und ältere Menschen. 

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Die Musiklehrer und Chorleiter Andre Bischof sowie Kerstin Lieder waren wieder mit Gitarre und Klavier gekommen, um mit den Hobbysängern Volkslieder und Hits aus verschiedenen Jahrzehnten zu intonieren. Texte wurden ausgegeben und so stand einem gemütlichen gemeinsamen Sommerabend nichts mehr im Weg. Um der Singegemeinschaft stimmliche Führung zu geben, waren Sänger verschiedener Chöre aus Hoyerswerda, Leippe/Torno und Lohsa anwesend, die Kerstin Lieder und Andre Bischof extra begrüßten.

Zuerst wurde wie immer „Jedermann liebt den Samstagabend“ gesungen und das auch auf Chinesisch und Türkisch. Andre Bischofs Repertoire reichte von Roland Kaisers „Santa Maria“ über Rio Reisers „Nach Hause“ bis zu „Cordula Grün“, dem aktuellen Hit der Partyband Die Draufgänger. Natürlich erklang ein Lied von Gerhard „Gundi“ Gundermann, und alle Titel sangen die Menschen im voll besetzten Rund des Familienparks mit.

Zum Kinderliederblock mit „Der Kuckuck und der Esel“ sowie „Kam ein kleiner Teddybär“ holte sich Andre Bischof die jüngsten Sänger nach vorn. Die Erwachsenen kannten die Lieder aus ihrer Kindheit natürlich noch, und selbst der 13-jährige Lukas wurde an seine Kindergartenzeit erinnert. In seiner Familie wird bei Feiern oft gesungen, erzählte der Jugendliche. Schlager und Kinderlieder stehen dabei an erster Stelle, ergänzte Lukas‘ Mutter Silvana Zimmerhackel. Die Singstunden in der Landeskirchlichen Gemeinschaft sorgen auch für dieses Gemeinschaftsgefühl, das die Familie mag.

Kerstin Lieder steuerte zu dem Abend altbekannte Volkslieder wie „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“ oder „Kein schöner Land in dieser Zeit“ bei, die die Rentnerin Gisela Noack noch aus ihrer Chorzeit in Spremberg kennt. Sie war mit einer Freundin zur MitSingeNacht gekommen, um sich an früher zu erinnern. Der Höhepunkt der Veranstaltung war aber die Premiere der neuen Band „Du & das Ich“. Steffen Grelka und Isabell Lorenz stellten ihren gemeinsam geschriebenen Hoyerswerda-Song vor, der ihre Sicht auf die Stadt beschreibt, die sie „kleines Universum im Lausitzer Sand“ nennen. Das sanfte Lied konnte entstehen, weil Steffen Grelka im Februar in seine Heimat zurückgekehrt ist. Isabell Lorenz besuchte vor 21 Jahren die vertiefte musische Ausbildung am Lessing-Gymnasium, studierte Musikpädagogik und ist jetzt Sozialpädagogin bei der Caritas Hoyerswerda. Deshalb sang sie anschließend solistisch das Lied „Wo Menschen sich vergessen“. Als Flashmob-Aktion der Caritas im Bistum Görlitz erklang es schon in Cottbus und Finsterwalde, um an das Miteinander aller Menschen weltweit zu erinnern und den Hass aus den Herzen zu verjagen. Die Marketing-Leiterin der LebensRäume Doreen Busch freute sich über den schönen Abend, der nächstes Jahr wiederholt wird. „Wir können doch gar nicht mehr anders“, sagte sie.

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