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Ausbau der Kreisstraße in Sobrigau macht Probleme

Mehr Geld und noch mehr Zeit als geplant sind für die Bauarbeiten nötig.

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Von Matthias Weigel

Der Ausbau der Kreisstraße in Sobrigau dauert womöglich länger als geplant. Ursprünglich sollte der dritte und letzte Abschnitt Ende des Jahres fertiggestellt sein. Allerdings musste der Gemeinderat jetzt Mehrkosten über 46000 Euro billigen, die sich aus unvorhergesehenen Arbeiten ergaben. Die wiederum nahmen einiges an Zeit in Anspruch, wodurch der Bauablauf gehörig durcheinander kam.

Schon im Vorfeld des Baus gab es Probleme. So hatte bereits der ehemalige Weißeritzkreis Gelder eingeplant – aber offene Förderzusagen, Bedenken des Naturschutzes, Behördenträgheit, Grundstücksfragen und nicht zuletzt die Kreisreform 2008 hatten immer wieder zu Verzögerungen und beinahe auch zum Verfall der Investitionszusage geführt. 2010 konnte der Bau aber endlich starten.

Früh beendete der Wintereinbruch jedoch die Arbeiten, später musste die Bautätigkeit durch Regenfälle immer wieder eingestellt werden. Außerdem spülte der Regen bereits planierte oder profilierte Flächen aus. Die Ableitung des Regenwassers in diesen Größenordnungen war ebenso problematisch und musste aufwendig mit zusätzlichen Ableitungen gelöst werden.

Überdies sorgte der Baugrund für Ärger – so viel und so massiven Felsen hatte man nicht erwartet. Außerdem fanden die Arbeiter ständig Leitungen und Kabel, die in den Plänen nicht auftauchten oder anders eingezeichnet waren. „Teilweise wurden die Strippen nur 20 Zentimeter unter der Straßenoberfläche aufgefunden“, weiß Bürgermeister Frank Schöning (FBK). Die Kabel und Rohre mussten in den Randbereich beziehungsweise in die Tiefe verlegt werden. Das alles kostete nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Neben der Kasse der Kommune wird aber auch die Kasse des Landkreises belastet. Kreischa kann die 46000 Euro über zusätzliche Fördermittel oder Einsparungen an anderer Stelle decken.

Für die Erneuerung der 800 Meter langen Strecke waren ursprünglich rund 800000 Euro geplant. Während der Landkreis für den Straßenbau aufkommt, muss Kreischa rund die Hälfte für Gehwege, Straßenentwässerung und Straßenlicht zahlen. Dafür gibt es auch Fördermittel.