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Ausflug in das Massenei-Bad

SZ-Leser Dr. Eberhard Körner schreibt im Namen der bewohner von Pro Seniore in Großröhrsdorf unter anderem:

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Es ist nicht immer die einfachste Sache der Welt, etwas Abwechslung und belebende Kurzweiligkeit gerade dort zu schaffen, wo vom allgemeinen Lebensrhythmus her – wie in einem Seniorenheim und in Pflegebereichen – das in der Regel nicht ständig gang und gäbe sein kann. Es ist jedoch ein Markenzeichen in der vorbildlichen Arbeit des Großröhrsdorfer Hauses, solchen speziellen Bedürfnissen und anliegen öfters gerecht zu werden. Dass dies freilich nicht jeden Tag und nicht überall zugleich möglich, versteht jedermann.

So fahren wir Bewohner einzelner Pflegebereiche mit hauseigenen Bussen immer wieder mal in das wunderschöne Massenei-Bad. Schon der klangvolle Name weckt Vorfreude. Denn dieses großartige Freizeitzentrum (und Sportstätte gleichermaßen) ist ja nicht nur ein Bad unter vielen anderen. Dort angekommen, ging es gleich zur Sonnenterrasse in der Nähe des riesigen Schwimmbeckens. Zwischendurch mit köstlichen Getränken – sie ermunterten die Lebensgeister – freundlich und nett von der Firma Knöfel bewirtet, schweifte der Blick genüsslich über das prächtige Panorama der Stätte zum dicht bevölkerten Treiben von Jung und Alt im Becken, dem Sprungturm und der Rutsche. Überall ein quicklebendiges Fluidum. An den äußerst gepflegten Anlagen, den Wiesen mit den Liegen und der ausgesprochen harmonischen Vielfalt des ganzen Geländes konnte man sich gar nicht genug satt sehen. Was wurde da nicht alles in den letzten Jahren geschaffen? Was steckt da für Arbeit dahinter? Und – wie viel finanzielle Mittel mussten da ausgegeben werden? Das alles ging uns gerade als ältere Menschen durch den Kopf, besonders recht anschaulich während des Rundgangs durch das Terrain.

Natürlich verlangten Magen und Leib ihr natürliches Recht. Der deftige Kartoffelsalat und die leckeren, Schnitzel stillten den sich regenden Appetit ungemein – wie später auch Kaffee, Kuchen und Eis. Auch von dieser Seite her ließ die Gesellschaft aus „Pro Seniore“ volle Zufriedenheit im wahrsten Sinne des Wortes erkennen. Wir verbrachten frohe, besinnliche wie ausgelassene Stunden, die nicht gleich verblassen. Es sind solche Augenblicke bzw. Momente, die uns längere Wochen begleiten – auch und besonders in einem ganz gewöhnlichen, normalen Alltag. Wenn wir als Bewohner und Teilnehmer des herrlichen Ausflugs Danke sagen, dann ist das beileibe nicht nur ein obligatorischer, symbolischer Akt. Oder gar eine Floskel, eine inhaltsarme Redensart. Nein: Unser Dankeschön kommt aus dem Inneren, aus dem Herzen. Und der geht an alle, die mitgewirkt haben: an Leitung und Mitarbeiter des „Pro Seniore“, dem Chauffeur, den Angestellten, des Massenei-Bades wie dem Gaststättenpersonal. Einmalig, prima, herrlich, einfach Klasse – so die geschilderten Eindrücke. Was bedarf es des Lobes mehr?