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Zittau

Schmalspurbahn-Unfall endet vor Gericht

Ein Führerschein-Neuling hat bei einer Spazierfahrt mit Omas Auto in Olbersdorf eine Kollision verursacht. Nun kam's zur Verhandlung. 

Symbolbild.
Symbolbild. © Symbolbild: dpa

Gerade einmal zwei Wochen hat der 19-Jährige seinen Führerschein besessen, als er seinen ersten Unfall baute - mit einer Schmalspurbahn in Olbersdorf. Deshalb musste er sich nun vor dem Zittauer Amtsgericht verantworten

Passiert ist das Ganze am 30. Juli 2018. Er hatte dienstfrei, borgte sich das Auto seiner Oma aus,  um eine Spazierfahrt zu machen. Auf der Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße fahrend bog er nach links in den Kaltensteinweg ein. Dort schnaufte die Schmalspurbahn im Bahnhof Olbersdorf-Niederdorf. Die Fahrzeuge kollidierten. Alle Beteiligten blieben unverletzt, der Sachschaden betrug 6.000 Euro.

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Lokführer und Heizer versicherten, vorschriftsmäßig das akustische Warnsignal gegeben zu haben. Die polizeilichen Untersuchungen ergaben, dass der 19-Jährige weder unter dem Einfluss von Alkohol noch Betäubungsmitteln stand.

Vor Gericht räumte der Angeklagte seine Schuld ein. Es sei ihm noch heute unklar, wie das passieren konnte, sagte der junge Mann. Das Pfeifen der Lok habe er jedenfalls nicht gehört. Der vorsitzende Richter Holger Maaß berichtete, dass der Beschuldigte bisher weder straf- noch verkehrsrechtlich in Erscheinung getreten sei. Deshalb könne das Verfahren auch eingestellt werden - unter einer Auflage. Der Angeklagte muss bis Jahresende 900 Euro zu gleichen Teilen an zwei gemeinnützige Organisationen zahlen. 

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