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Ausgezeichnete Helfer des Nationalparks

Bei einer Schulung gab es eine Überraschung. Daran hatte auch Angela Merkel ihren Anteil.

Von Gunnar Klehm

Etwa 60 ehrenamtliche Helfer der Nationalparkwacht trafen sich kürzlich zur Schulung in Bad Schandau. Bei dem jährlich stattfindenden Treffen erfahren die Helfer aktuelle Hintergrundinformationen zu Naturschutz, Waldpflege, Klettern und Öffentlichkeitsarbeit im Nationalpark. Erst gab es die Theorie bei Vorträgen in der Kulturstätte Bad Schandau, dann ging es hinaus ins Elbsandsteingebirge.

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Bei einer Wanderung vom Kirnitzschtal zu den Schrammsteinen gab es viele Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt. Höhepunkt war dann die Beobachtung eines Falkenhorsts. Von einer Wildwiese aus konnten die Helfer mit einem Fernrohr auf die Ostseite des Hohen Torsteins gucken, wo in diesem Jahr die Falken brüten. Bei der Exkursion konnten die theoretischen Fakten anschaulich nachvollzogen werden, teilte die Nationalparkverwaltung mit. „Der Einsatz unserer ehrenamtlichen Helfer ist eine sehr wertvolle Unterstützung zum Schutz des einzigen Nationalparks in Sachsen. Nicht nur die praktische, sondern auch die ideelle Unterstützung ist für die Felsenheimat von unschätzbarem Wert“, erklärte Dietrich Butter, der Leiter des Nationalparks Sächsische Schweiz.

Unterstützung aus Japan

Bei der Gelegenheit bedankte er sich bei den Ehrenamtlern mit einem besonderen Geschenk. Die Nationalparkverwaltung ließ bei der Lebenshilfe Pirna-Sebnitz-Freital individuelle, handgetöpferte Tassen mit dem Liliensteinlogo anfertigen. Dafür wurden 800 Euro Preisgeld eingesetzt. Die erhielt die Nationalparkverwaltung im vergangenen Jahr beim Wettbewerb „Ehrensache Natur“ von Europarc Deutschland. Mit dem Preis wurden die langjährigen Aktivitäten der ehrenamtlichen Helfer zum Schutz der biologischen Vielfalt gewürdigt, heißt es. „Wir hatten schon zur Preisverleihung erklärt, dass wir uns etwas für die Helfer einfallen lassen werden und dazu das Preisgeld einsetzen“, sagt Hanspeter Mayr, Pressesprecher des Nationalparks.

Das Preisgeld, das Europarc Deutschland noch bis 2015 an nationale Naturlandschaften vergibt, speist sich aus einem anderen Preis, den Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2010 von der japanischen Umweltstiftung AEON erhalten hatte. Damit wurde ihr Einsatz für den weltweiten Schutz von Arten und Lebensräumen gewürdigt. Das Geld hat Angela Merkel an „Ehrensache Natur“ weitergereicht. Jährlich stehen nun 10 000 Euro für Auszeichnungen zur Verfügung.

Die ehrenamtlichen Helfer sind in verschiedenen Bereichen im Nationalpark Sächsische Schweiz aktiv. So kontrollieren sie die Einhaltung der Schutzvorschriften mit, informieren Nationalparkbesucher und halten auch die Amselfallbaude und die darin befindliche Informationsstelle in Ordnung. „Manche unterstützen seit 1986 den Schutz des damaligen Landschaftsschutzgebietes und heutigen Nationalparks“, erklärt Hanspeter Mayr. Aber auch die jüngere Generation ist vertreten. Zudem sind viele der Helfer aktive Kletterer.

Die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe kommt nicht von ungefähr. Der Verein ist Kooperationspartner innerhalb des bundesweiten Projekts „Lebenshilfe aktiv in Nationalen Naturlandschaften“. Das soll zum Schutz und zur Akzeptanz des Nationalparks beitragen.